Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Essenziell

Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite unbedingt notwendig und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.

Statistik

Um unser Angebot und unsere Webseite weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen. Mithilfe dieser Cookies können wir beispielsweise die Besucherzahlen und den Effekt bestimmter Seiten unseres Web-Auftritts ermitteln und unsere Inhalte optimieren.

Komfort

Wir nutzen diese Cookies, um Ihnen die Bedienung der Seite zu erleichtern.

Donnerstag, 16. Mai 2019 20:41 Uhr

„Rettungswache Stahle“ ist auf den Weg gebracht um Hilfsfristen einzuhalten

Höxter-Holzminden (TKu). Als Anfang April diesen Jahres durchgesickert ist, dass die kleine Ortschaft Stahle eine Rettungswache erhalten soll, dachten die Stahler Bürgerinnen und Bürger zunächst an einen Aprilscherz. Doch das war es nicht. Am Donnerstagnachmittag haben Landrätin Angela Schürzeberg für den Landkreis Holzminden und Bürgermeister Alexander Fischer für die Stadt Höxter gemeinsam die Verträge zur Nutzung der ehemaligen Grundschule Stahle als Unterkunft für den Rettungsdienst des Landkreises Holzminden unterschrieben. Vorausgegangen war ein einstimmiges Votum des Ortsausschusses Stahle Anfang April für die Einrichtung einer provisorischen Rettungswache in der ehemaligen Grundschule. Der Landkreis Holzminden hatte vorab die Stadt Höxter um Hilfe bei der Suche nach einem Standort gebeten, weil sich die Vollsperrung der B83 im Abschnitt Steinmühle negativ auf die Einsatzzeiten der Sanitäter auswirke, berichtet Bürgermeister Alexander Fischer. Der Rettungsdienst des Landkreises Holzminden schaffe es von Holzminden aus nicht pünktlich in die abgelegenen Ortschaften Brevörde und Grave. Die näher gelegene Rettungswache Bodenwerder, die beide Orte zuvor immer angefahren ist, müsse nun aufgrund der Vollsperrung der Bundesstraße 83 zwischen Bodenwerder und Polle einen noch weiteren Umleitungsweg nach Brevörde und Grave nehmen. Darum erfolgt die Versorgung nun durch die Holzmindener Rettungswache aus. Auf der anderen Weserseite müssten dagegen auch die abgelegenen Ortschaften wie Neuhaus oder Silberborn zeitnah erreicht werden. Um die Hilfsfristen von ca. 15 Minuten nach Notrufeingang jedoch zeitgerecht einzuhalten, sei ein Umzug von einem der beiden 24 Stunden besetzten Holzmindener Rettungswagen erforderlich, sagte die Landrätin Angela Schürzeberg. Die Kosten für den Umbau der ehemaligen Grundschule, die mit etwa 75.000 Euro angegeben werden, trägt der Landkreis Holzminden.

In Stahle werde nun ein ehemaliger Klassenraum der 2015 geschlossenen Schule für die Bedürfnisse des Rettungsdienstes umgebaut und ein Unterstand mit Rolltor für den Rettungswagen hergerichtet. Es sollen zwei Ruheräume sowie Büro- und Arbeitsräume für die zukünftige „24-Stunden-Wache“ entstehen und der Sanitärtrakt entsprechend für erwachsene Menschen umgebaut werden. Der Zeitplan sehe dafür etwa zwei bis drei Monate vor, erklärt Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienstes vom LK Holzminden, Thorsten Oberg. Bei der Nutzung der ehemaligen Schule als Rettungswache soll es sich keineswegs um eine Dauerlösung handeln, sondern nur um ein Provisorium für die Dauer der B83-Vollsperrung zwischen Polle und Bodenwerder. Man habe die Situation nach der Vollsperrung aus rettungsdienstlicher Sicht zunächst ein halbes Jahr lang beobachtet und erkannt, dass die Straßensperrung sich auf die Rettungsdienst-Eintreffzeiten negativ auswirke. Deshalb habe man nun schnell gehandelt, berichtet der Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienstes, Thorsten Oberg. Der Standort in der kleinen Ortschaft Stahle mit seinen 2370 Einwohnern sei hervorragend geeignet, um beide Weserseiten zeitnah zu versorgen, ergänzte Thorsten Oberg. Landrätin Angela Schürzeberg dankte der Stadt Höxter für die schnelle und unbürokratische Unterstützung in der Angelegenheit. Sie sprach ebenfalls ihren Dank für die Übernahme der rettungsdienstlichen Versorgung des Landkreises Holzminden im Bereich der Samtgemeinde Boffzen aus, die quasi schon immer vom Rettungsdienst der Stadt Höxter übernommen wurde, insbesondere aber für die schwierige Zeit der Weserbrücken-Vollsperrung in Höxter im Jahr 2016. Damals hatte der Kreis Höxter einen Rettungswagen an der Tankstelle auf Boffzener Weserseite stationiert, um nicht den Umweg über Lüchtringen nehmen zu müssen. Die gegenseitige Unterstützung der beiden Kreise funktioniere reibungslos, sagte Bürgermeister Alexander Fischer.

Fotos: Thomas und Simone Kube

Sag's deinen Freunden:
Top 5 Nachrichten der Woche
zum Anfang