Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Montag, 03. August 2020 11:50 Uhr
Kreis Höxter: Weiterer Corona-Fall bekannt
Sonntag, 02. August 2020 09:29 Uhr

NRW (red). Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich ab Montag, 3. August 2020, kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Testungen sind vorerst bis zum 9. Oktober 2020 alle 14 Tage und in abwechselndem Turnus bei niedergelassenen Vertragsärzten (insbesondere Hausärzten) und in Testzentren möglich. Voraussetzung dafür ist, dass zur Testung ein Bestätigungsschreiben des jeweiligen Arbeitgebers bzw. für Kindertagespflegepersonen des Jugendamtes vorgelegt wird. Ein entsprechendes Schreiben wird noch in dieser Woche vom Schul- sowie vom Familienministerium versandt. Die Beschäftigten und Kindertagespflegepersonen können sich zur Terminvereinbarung und bei Fragen jederzeit an ihre Ärztinnen und Ärzte wenden.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Pünktlich zum Start der kostenfreien Testmöglichkeiten haben wir gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen für die Kindertagesbetreuung und Schulen ein einfaches und unbürokratisches Verfahren erarbeitet. Eine Bestätigung des Arbeitgebers bzw. des Jugendamtes reicht aus, um sich in einer Vertragsarztpraxis oder einem Testzentrum alle 14 Tage testen zu lassen. Wir wissen alle: Das Coronavirus ist immer noch da. Wir müssen weiterhin wachsam sein. Ich hoffe, dass die kostenlosen Testmöglichkeiten den Beschäftigten mehr Sicherheit geben, um auch in Schulen und der Kindertagesbetreuung wieder ein Stück weit mehr Normalität herzustellen. Ich danke ausdrücklich auch den Ärztinnen und Ärzten, die uns bei den Testungen unterstützen.“ 

Wesentliche Informationen im Überblick:

  • Eine kostenlose und freiwillige Testung auf das Coronavirus ist alle 14 Tage möglich.
  • Das Testangebot gilt ausdrücklich für alle Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und alle Kindertagespflegepersonen sowie für die Beschäftigten in Schulen (Lehrpersonal, Beschäftigte des Offenen Ganztags sowie sonstiges sozial-/pädagogisches und nichtpädagogisches Personal)
  • Um die Testkapazitäten nicht zu überfordern, ist ein wöchentlich abwechselnder Turnus der Beschäftigten von Kindertagesbetreuung und Schulen vorgesehen.
  • Testmöglichkeiten für Kita-Beschäftigte und Kindertagespflegepersonen: KW 32, KW 34, KW 36, KW 38, KW 40
  • Testmöglichkeiten für Schulbeschäftigte: KW 33, KW 35, KW 37, KW 39, KW 41
  • Für die Testung ist ein Bestätigungsschreiben notwendig. Dieses erhalten die Berechtigten von Ihrem Arbeitgeber beziehungsweise bei der Schulleitung oder dem Jugendamt

Fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, ob sie oder er eine Testmöglichkeit anbietet und vereinbaren Sie einen Termin. Bei entsprechenden Absprachen können die Testungen auch in der Kindertageseinrichtung bzw. Schule durchgeführt werden.  Informationen zu regionalen Testmöglichkeiten erhalten Sie auch bei der Arztrufzentrale der Kassenärztlichen Vereinigungen unter der Telefonnummer 116 117 (keine Terminvereinbarung).

Samstag, 01. August 2020 14:04 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Höxter steigt weiter leicht an. Waren Anfang der Woche drei Infektionen im Kreisgebiet bekannt geworden, stieg dieser Wert nun auf fünf aktive Infektionen an. Neben den Fällen in Borgentreich, Brakel und Höxter sind je ein Fall in Bad Driburg und erneut in Höxter gemeldet worden. Der 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter bleibt weiter niedrig bei 2,82. Insgesamt sind bisher 378 Fälle bekannt geworden. 355 Personen sind genesen und 18 Personen sind im Zusammen mit dem neuartigen Virus verstorben.

Freitag, 31. Juli 2020 12:12 Uhr

Kreis Höxter (red). Deutschlandweit steigen derzeit wieder die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus. „Diese besorgniserregende Entwicklung zeigt ganz deutlich: Das Virus ist noch da“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher. Gemeinsam mit Michael Stickeln, Bürgermeister von Warburg und Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter, appelliert er deshalb an die Menschen im Kreis Höxter, bei den Vorsichtsmaßnahmen nicht nachlässig zu werden – besonders in der jetzigen Urlaubszeit.

„Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verlangsamt. Im Kreis Höxter gab es zwischenzeitlich sogar gar keine nachgewiesene aktive Infektion mehr. Das zeigt, dass die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung gegriffen haben. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger hat sich vorbildlich verhalten. Nun müssen wir gemeinsam verhindern, dass dieser Erfolg verpufft. Dazu kann jeder beitragen“, sagt Kreisdirektor Schumacher. „Die Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Die Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen. Nähere und längere Kontakte sind auf ein Minimum zu reduzieren. Wo die Möglichkeit besteht, sollen Zusammenkünfte vorzugsweise im Freien abgehalten werden. Nur so kann die Pandemie wirksam eingedämmt werden.“

Auch Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter, warnt davor, sich jetzt zu sehr in trügerischer Sicherheit zu wiegen. „Die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung haben unserer Gesellschaft insgesamt bereits sehr viel abverlangt und sicher sind nach wie vor weitere Entbehrungen zu verkraften. Wir alle können aber durch verantwortungsvolles Verhalten daran mitwirken, dass die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben so gering wie möglich ausfallen“, so Bürgermeister Stickeln.

Ein besonderer Risikofaktor für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sei die Urlaubs- und Reisezeit. Kreisdirektor Schumacher und Bürgermeistersprecher Stickeln weisen deshalb ganz deutlich auf die Reiseinformationen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hin:

  • Wer aus dem Ausland nach Deutschland einreist und sich 14 Tage vor Einreise in einem, vom RKI definierten Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich grundsätzlich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Ausnahmen sind möglich bei einer negativen Testung auf das neuartige Coronavirus maximal 48 Stunden vor Einreise beziehungsweise nach Einreise.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
  • Beim Husten und Niesen sollte unbedingt Abstand zu anderen gewahrt werde, die Armbeuge vor Mund und Nase gehalten oder ein Taschentuch benutzt werden.
  • Die Hände sollten regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden
  • In bestimmten öffentlichen Bereichen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Urlauberinnen und Urlauber können sich auf der Homepage des RKI www.rki.de alle Reiseinformationen nachlesen.

 

 

Dienstag, 28. Juli 2020 13:09 Uhr

Kreis Höxter (red). Nachdem der Kreis Höxter kürzlich keine aktive Corona-Infektion mehr vermelden musste, ist die Zahl der Infektionen nun auf drei Fälle angestiegen. Borgentreich, Brakel und Höxter haben demnach einen Fall gemeldet. Insgesamt sind mittlerweile 376 Corona-Fälle bekannt, davon sind 355 Personen genesen und 18 verstorben.

Region Aktiv
Donnerstag, 06. August 2020 13:13 Uhr
Lesermeinung: Diskriminierung auf Höxter's Friedhöfen?
Donnerstag, 06. August 2020 09:41 Uhr

Paderborn/Höxter (red). Mit dem Schulstart zum 12. August wird der ÖPNV im Hochstift vermehrt wieder von Schülerinnen und Schülern genutzt. Somit wird es in den Bussen und Bahnen wieder voller werden, da die meisten Schulen in den Kreisen Paderborn und Höxter über den regulären Linienverkehr angeschlossen sind. Die Verbundgesellschaft Paderborn-Höxter mbH appelliert mit den angeschlossenen Verkehrsunternehmen an alle Fahrgäste, sich an die gängigen Corona-Schutzmaßnahmen zu halten.

Die seit dem 27. April 2020 in Nordrhein-Westfalen bestehende Pflicht, im öffentlichen Personenverkehr, in Schulbussen, an den Haltestellen und in Bahnhöfen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen, gilt auch für Schulkinder.

Daher raten die Verkehrsunternehmen dringend dazu, dass Eltern mit Ihren Kindern vorab das korrekte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bus und Bahn üben, damit die Beförderung ohne Verweise erfolgen kann. Darüber hinaus soll, soweit möglich, sowohl im Bus und Bahn als auch an den Haltestellen Abstand zu anderen Fahrgästen eingehalten werden. „Die Busunternehmen werden zu den Stoßzeiten der Schülerbeförderung zusätzliche Fahrzeuge und Gelenkbusse einsetzen, soweit diese Ressourcen verfügbar sind, um den Fahrgästen möglichst ausreichend Platz zu bieten“, so Udo Wiemann, Geschäftsführer der VPH.

Das Schulministerium empfiehlt gestaffelte Schulanfangszeiten, um z. B. Gedränge in der Schülerbeförderung zu entzerren. Auch die Verkehrsunternehmen in den Kreisen Paderborn und Höxter befürworten eine solche Maßnahme und könnten bei Bedarf flexibel auf diese Anforderung reagieren. Um Gedränge in den Bussen zu vermeiden, können die Fahrgäste selbst auch etwas tun. „Wer kann, sollte die Stoßzeiten meiden und mit einem Bus früher als sonst üblich fahren, damit wir gemeinschaftlich das Ansteckungsrisiko im ÖPNV so minimal wie möglich halten“, so Peter Bronnenberg, Geschäftsführer vom PaderSprinter.

Das Schulbusnetz vieler Städte und Gemeinden wird zum 12.08.2020 neu strukturiert und ausgeweitet. Detaillierte Informationen zu den Neuerungen in den Kreisen Paderborn und Höxter finden Sie unter www.fahr-mit.de

Der Schulverkehr im Delbrücker Raum wurde ebenfalls komplett neu organisiert. Die schulrelevanten Buslinien der Grund- und weiterführenden Schulen sind in fünf Bedienbereiche aufgeteilt, die sich am Wohnort der Schüler orientieren. Außerdem fahren die Schüler der Sekundarstufe II mit Beginn des neuen Schuljahrs in Bussen aufgeteilt nach Gesamtschule und Gymnasium. Für mehr Kapazität und zur Sicherheit der Schüler werden die kleinen Busse durch reguläre Busse ersetzt und die regulären Busse durch Gelenkbusse. 

Alle Hintergrundinformationen für Schüler zum richtigen Verhalten in Bus und Bahn finden Sie auf www.fahr- mit.de und auf der Webseite vom PaderSprinter unter www.padersprinter.de/coronavirus

Foto: NPH

Dienstag, 04. August 2020 11:17 Uhr

Kamp-Lintfort/Höxter (red). Wie die Gestaltung der aktuellen Landesgartenschau in Kamp-Lintfort aussieht, davon hat sich vor kurzem der Freundeskreis Corveyer Dynamiker (FCD) ein Bild gemacht. Die Mitglieder haben das Ziel, jenseits der Grenzen von Parteien und Vereinen nicht nur eigene Interessen zu vertreten, sondern auch gemeinsam in der Stadt Höxter aktiv etwas zu bewegen.

Deshalb ist es ihnen wichtig, sich darüber zu informieren und zu überlegen, wie sie sich produktiv in die Gestaltung der Landesgartenschau in Höxter einbringen können, berichten die Corveyer Dynamiker. Der Förderverein der Landesgartenschau Höxter stellte den Kontakt zu dem Geschäftsführer Heinrich Sperling her. So nahm sich dieser einen ganzen Tag Zeit, um die Gruppe über das Gelände zu führen. Dabei wurde den Teilnehmern deutlich, wie positiv sich die Landesgartenschau auf die Stadtentwicklung auswirken kann. Auch die Bedenken, das in Höxter aktuell noch keine Bautätigkeit zu sehen ist, konnte Sperling der Gruppe nehmen.

Er zeigte den Höxteranern Bilder vom Zustand des Areals in Kamp-Lintfort ein Jahr vor der Eröffnung der Landesgartenschau. Zu diesem Zeitpunkt war es noch von den Altlasten des Zechenbetriebes gezeichnet. Das innerhalb eines Jahres daraus so ein schönes Gelände entstehen konnte, stimmte der Freundeskreis zuversichtlich. Nach dieser Exkursion stand für den Freundeskreis fest, sich aktiv bei der Gestaltung der Landesgartenschau mit einzubringen. Einige Aktionen seien auch schon fest geplant, so die Dynamiker.

Foto: Freundeskreis Corveyer Dynamiker

Dienstag, 04. August 2020 10:32 Uhr

Kreis Höxter (red). Wo ist eigentlich die nächste Bücherei? Wer sich im Kreis Höxter diese Frage stellt, für den gibt es jetzt eine praktische Hilfe: Die Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter hat in Zusammenarbeit mit dem Geoinformationsservice eine interaktive Karte erstellt, auf der derzeit 30 öffentliche Büchereien verzeichnet sind.

Sie ist auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-hoexter.de/4817 abrufbar. Durch einen Klick auf das entsprechende Symbol erhalten die Nutzer die wichtigsten Daten der jeweiligen Einrichtung, wie zum Beispiel die Adresse oder, sofern vorhanden, einen Link zum Online-Katalog.

Um auf das neue digitale Orientierungs-Angebot aufmerksam zu machen, hat die Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter auch Lesezeichen drucken lassen, die auf das neue Internetangebot hinweisen. Ein abgedruckter QR-Code führt direkt als Link zu der Website.

„Mit dem Dienst möchten wir die Büchereien im Kreis Höxter sichtbar machen“, erklärt Kreisdirektor Klaus Schumacher. „Viele Einrichtungen haben ein umfangreiches Angebot, bei dem für jeden etwas dabei ist.“ Neben Büchern seien in vielen Büchereien auch digitale Medien wie CDs, DVDs oder Konsolenspiele zu finden. „Außerdem bieten zahlreiche Büchereien neben dem üblichen Medienverleih noch zusätzliche Dienste, wie die kostenfreie Internetnutzung oder einen Lieferservice, an“, erklärt Dominic Gehle, Leiter der Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter.

Ansprechpartnerin für das Projekt beim Kreis Höxter ist Petra Sonntag. Sie ist zu erreichen unter der Telefonnummer 05271 / 965 3606 oder der E-Mail-Adresse p.sonntag@kreis-hoexter.de

Foto: Kreis Höxter

Sonntag, 02. August 2020 09:36 Uhr

NRW (red). Nordrhein-Westfalen setzt seinen stufenweisen, verantwortungsvollen Kurs in der Kindertagesbetreuung fort. Ab dem 17. August erfolgt die Rückkehr in den Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung unter den Bedingungen der Pandemie. Alle Kinder können dann – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Für den Kita-Alltag bedeutet das vor allem, dass bewährte pädagogische Konzepte wieder umgesetzt werden können.

Familienminister Joachim Stamp: „Die Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und die Familien haben in den letzten Monaten einen unvorstellbaren Kraftakt gestemmt. Für das großartige Engagement und die Flexibilität aller Beteiligten bedanke ich mich herzlich. Für mich stand immer fest, dass der Schutz aller, der Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflegepersonen, der Kinder und Eltern gewährleistet sein und daher jeder Öffnungsschritt wohlüberlegt sein muss. Nach Erörterung mit allen Beteiligten halten wir es für verantwortbar, das volle Regelangebot zu machen. Zum 17. August gehen wir – allerdings weiterhin unter Vorbehalt des Infektionsgeschehens – wieder in den Regelbetrieb. Klar ist: Dies bleibt ein Regelbetrieb in der Pandemie.“

Grundsätzlich ist klar: Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens, Empfehlungen des RKI oder weiteren wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen kann es aber auch immer zu erneuten Einschränkungen kommen. Auch landesweite Regelungen können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Dieser weitere Öffnungsschritt ist im Vorfeld mit Trägern und Kommunen, Gewerkschaften, Kinderärztinnen und -ärzten beraten worden. Wissenschaftliche Ergebnisse wurden dabei ebenso berücksichtigt wie die Erfahrungen aus dem eingeschränkten Regelbetrieb. In enger Absprache mit den Trägern und Kommunen hat das Ministerium sich darauf verständigt, nicht unmittelbar mit dem Ende der Sommerferien den Regelbetrieb aufzunehmen, sondern am 17. August zu starten.

Familienminister Joachim Stamp: „Die Landesregierung ist damit dem Wunsch der Träger und Kommunen nachgekommen, damit allen Einrichtungen, auch denen, die ihre Ferienschließzeiten in der zweiten Schulferienhälfte haben, genug Vorbereitungszeit für den Übergang in den Regelbetrieb eingeräumt wird.“ 

In der Kindertagesbetreuung können wesentliche Schutzmaßnahmen, die außerhalb der Kindertagesbetreuung gelten, nicht umgesetzt werden. Die Einhaltung des Abstandsgebots von Kindern untereinander sowie zwischen Kindern und pädagogischem Personal oder Kindertagespflegepersonen ist nicht möglich. Auch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ist für Kinder nicht umsetzbar. Daher ist die Umsetzung von Hygienemaßnahmen in der Kindertagesbetreuung weiter von besonderer Bedeutung. Die allgemeinen Schutzmaßnahmen, die die Ausbreitung des Virus verhindern sollen, gelten weiterhin und werden gesondert geregelt. Das betrifft das Abstandsgebot zwischen den Erwachsenen, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bei Erwachsenen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und die Gewährleistung der Nachverfolgbarkeit möglichen Infektionsgeschehens und besondere Hygienemaßnahmen. 

Um den Bedürfnissen des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten nachzukommen und für mehr Sicherheit im Umgang mit dem Corona-Virus zu sorgen, hat das Land beschlossen, dass alle Beteiligten sofort und umfänglich getestet werden, wenn vor Ort in der Kindertagesbetreuung ein Infektionsgeschehen auftritt. Zusätzlich können sich alle Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und die Kindertagespflegepersonen bis zu den Herbstferien freiwillig alle 14 Tage testen lassen. Die Kosten dafür übernimmt das Land. Sollte bei diesen Testungen eine Infektion festgestellt werden, werden von den Gesundheitsämtern weitere Maßnahmen ergriffen. 

Um den gestiegenen Anforderungen zur Umsetzung der Hygienevorgaben (Desinfektion, Händewaschen, Essenszubereitung, Einhaltung von Abständen) Rechnung zu tragen, erhalten die Träger von Kindertageseinrichtungen kurzfristig finanzielle Unterstützung. Die Leistungen sollen insbesondere der Finanzierung zusätzlicher Hilfskräfte im nichtpädagogischen Bereich sowie der Entlastung der Träger für die nicht vorhersehbaren gesteigerten Kosten für Arbeitsschutz- und Hygieneausrüstung dienen.

Familienminister Stamp: „Die Kita-Helferinnen und -Helfer entlasten das pädagogische Personal bei einfachen, alltäglichen Arbeiten. Sie sind kein Ersatz für unser pädagogisches Personal, sondern eine Unterstützung im Kita-Alltag. Die pädagogische Betreuung und frühkindliche Bildung wird von unseren Fachkräften geleistet.“ Das Programm des Landes ist zunächst bis zum Jahresende vorgesehen. 

Rechtliche Vorgaben für den Regelbetrieb ab dem 17. August:

Die rechtlichen Regelungen des Achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII) und des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) gelten uneingeschränkt.

Es gelten die allgemeinen Schutzmaßnahmen, die die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verhindern sollen und gesondert geregelt werden.

Für den Einsatz des Personals in Kindertageseinrichtungen ist die neue Personalverordnung anzuwenden, die sich derzeit in der abschließenden Abstimmung befindet. Sie soll zeitnah im August veröffentlicht werden. Die vorzunehmende individuelle Risikobewertung im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Begutachtung kann zu eingeschränkten Personalressourcen im pädagogischen Alltag der Kindertagesbetreuung führen. Um diese besondere Situation zu berücksichtigen, sieht die Personalverordnung eine befristete Öffnung bzw. die Möglichkeit von Abweichungen bestehender Standards vor. 

Für die Umsetzung bedeutet dies: Die „Handreichung für die Kindertagesbetreuung in einem eingeschränkten Regelbetrieb nach Maßgaben des Infektionsschutzes aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie“ findet ab dem 17. August 2020 keine Anwendung mehr. Die Vorgaben der Betriebserlaubnis sind einzuhalten.

Die für den Regelbetrieb vorgesehenen pädagogischen Konzepte können wieder umgesetzt werden. Die Kinder werden wieder in dem vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang betreut.

Sollte der personelle Mindeststandard in einer Kindertageseinrichtung nicht eingehalten werden können, so ist dieser Umstand, wie im Regelbetrieb ansonsten auch, vom Träger dem jeweiligen Landesjugendamt nach § 47 SGB VIII anzuzeigen und Lösungen für die bestmögliche Aufrechterhaltung des Betreuungsbetriebs zu entwickeln. Soweit nicht anders möglich, kann es hier zu Einschränkungen in der Betreuung kommen.

Alle Erwachsenen haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten. Das gilt für die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und für Kindertagespflegepersonen untereinander, zwischen den Beschäftigten bzw. Kindertagespflegepersonen und den Eltern und den Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen bzw. Kindertagespflegepersonen und Externen.

Im Umgang mit anderen Erwachsenen muss immer dann eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Eine Rückverfolgbarkeit von möglicherweise eintretendem Infektionsgeschehen muss weiterhin gewährleistet werden. Notwendige Hygienemaßnahmen sind weiterhin umzusetzen.

Blaulicht
Donnerstag, 06. August 2020 11:44 Uhr
Polizei: Auto kann für Kinder und Tiere zur tödlichen Hitze-Falle werden
Mittwoch, 05. August 2020 17:21 Uhr

Höxter (red). Schwere Verletzungen zog sich eine 75-jährige Frau in Höxter zu, die in ihrem Krankenfahrstuhl von einem Gehweg abkam und auf die Straße stürzte. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 4. August, gegen 17.20 Uhr an der Brenkhäuser Straße. Die Frau war auf dem Gehweg in Richtung Innenstadt unterwegs, als sie mit ihrem Krankenfahrstuhl über die Bordsteinkante fuhr und dann umstürzte. Auslöser dafür war womöglich ein medizinisches Problem. Durch den Aufprall erlitt die 75-Jährige erhebliche Verletzungen und wurde nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Mittwoch, 05. August 2020 10:21 Uhr

Höxter (red). Ein Strandkorb hat am Dienstagnachmittag gegen 16:25 Uhr nahe der Hackelbreite in Höxter Feuer gefangen. Passanten berichten von einer plötzlich starken Rauchentwicklung. Entdeckt hatte das Feuer die Besatzung eines Rettungswagens. Die Besatzung hatte dann auch den Erstangriff mit einem Pulverlöscher vorgenommen, wie die Feuerwehr berichtet. Die wenig später eingetroffene Feuerwehr Höxter war mit zwei Einsatzwagen vor Ort und löschte den Brand schnell mit einem Rohr und überprüfte die Glutnester. Laut Polizei könnten spielende Kinder den Brand in dem Garten verursacht haben. Der Einsatz war in weniger als einer Stunde beendet.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Montag, 03. August 2020 14:31 Uhr

Stahle (red). In Höxter-Stahle sind in der Nacht von Freitag, 31. Juli, auf Samstag, 1. August, in einem Wohngebiet mehrere Schüsse abgegeben worden. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, die Beamten nahmen einen stark alkoholisierten Mann vorläufig fest. Wie sich herausstellte, hatte der 26-Jährige mehrfach mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen und seine Nachbarn verbal bedroht.

Vorausgegangen war offenbar ein Streit zwischen Anwohnern einer Wohnstraße in Höxter-Stahle. In dessen Verlauf zeigte der 26-Jährige zunächst eine Schreckschusspistole. Gegen Mitternacht sei der Mann kurz in seine Wohnung gegangen und dann mit einem nachgebauten Schnellfeuergewehr wieder auf die Straße getreten. In der Einfahrt des Nachbarhauses soll er dann mehrfach in die Luft geschossen haben.

Die bedrohten Nachbarn brachten sich zunächst in Sicherheit und verständigten die Polizei. Beamte der Kreispolizeibehörde Höxter und der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. 

Einem der Nachbarn war es unterdessen bereits gelungen, den offenbar betrunkenen Schützen zu überwältigen und festzuhalten. Die Beamten nahmen den 26-Jährigen zunächst vorläufig fest und brachten ihn ins Polizeigewahrsam. 

Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden die Tatwaffen sowie verschossene Patronenhülsen gefunden und sichergestellt. Bei den verwendeten Waffen handelt es sich um sogenannte PTB-Waffen, deren Erwerb und Besitz grundsätzlich nicht erlaubnispflichtig ist. Für das Führen außerhalb der eigenen Wohnung ist allerdings ein gültiger "Kleiner Waffenschein" erforderlich. Die weiteren Überprüfungen dauern noch an.

Samstag, 01. August 2020 11:09 Uhr

Höxter (red). Am Freitag, 31. Juli, 10:57 Uhr, ereignete sich in Höxter auf der Brenkhäuser Straße ein Verkehrsunfall. Ein 75-jähriger Autofahrer, der den Parkplatz eines Supermarktes verlassen und nach rechts abbiegen wollte, stieß mit einer Radfahrerin zusammen.

Die 55-jährige Frau befuhr die Brenkhäuser Straße von der B64 aus Richtung Berliner Platz stadteinwärts und befand sich dabei auf dem stadtauswärts führenden Radweg. Durch den Zusammenstoß mit dem VW-Golf kam die Frau zu Fall und verletzte sich. Vor Ort wurde die Radfahrerin vom Notarzt erstversorgt und anschließend in das Krankenhaus Höxter gebracht. Dort wurde sie stationär zur weiteren ärztlichen Versorgung aufgenommen.

An dem VW-Golf entstand ein Schaden im rechten Frontbereich. Auch am Fahrrad entstand ein Sachschaden.

Politik
Donnerstag, 06. August 2020 11:00 Uhr
Daniel Razat besucht Albaxer Biogasanlage - Regenerative Energiequellen für Höxters Zukunft
Mittwoch, 05. August 2020 17:16 Uhr

Höxter (red). Zu der Presseberichterstattung bezüglich des sogenannten „Horrorhauses“ in Bosseborn nimmt Höxters Bürgermeister Alexander Fischer wie folgt Stellung: „Es ist für mich unverständlich, wie dieses grauenvolle Thema, durch das Höxter und Bosseborn über ein Jahr lang europaweit mit Negativschlagzeilen in der Presse ausgeschlachtet worden sind, nun wieder durch die CDU medienwirksam zum Wahlkampfthema erhoben wird, um mir in meinem Amt als Bürgermeister Gleichgültigkeit und Untätigkeit vorzuwerfen. Diese Vorwürfe weise ich entschieden zurück.

Unmittelbar nachdem die schrecklichen Vorfälle in Bosseborn öffentlich bekannt geworden sind, habe ich sowohl mit den Bürgerinnen und Bürgern als auch mit dem Ortsauschussvorsitzenden zahlreiche Gespräche geführt, um ihnen meine Unterstützung und Hilfe zuzusichern.

Unsere Stadt und unser Höhendorf standen damals über Monate hinweg in den Schlagzeilen. Aber nicht als eine liebenswerte Stadt, in der man gut leben und Urlaub machen kann, sondern als eine Stadt in der bestialische Taten begangen wurden, die Stadt mit dem „Horrorhaus“. Über Wochen belagerten Pressevertreter den Ort, befragten ungebeten die Anwohnerinnen und Anwohner. Gegenüber Funk, Fernsehen und Printpresse habe ich in Gesprächen und Interviews immer wieder deutlich gemacht, dass diese schrecklichen Vorfälle die Taten Einzelner waren, die hierfür die Verantwortung tragen müssen und nicht etwa die Stadt oder die Ortschaft.  Vor allem war es den Bürgerinnen und Bürgern damals wichtig, dass wieder Ruhe in das Dorf zurückkehrt. Auch hierfür habe ich mich eingesetzt und entsprechend gegenüber der Presse appelliert. Für mich war es wichtig, den Bossebornerinnen und Bossebornern zu helfen und auch einen befürchteten Imageschaden gegenüber unserer Stadt abzuwenden. Denn es  sind unsere Ortschaften, die maßgeblich zur Lebensqualität unserer Stadt beitragen.

Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass dieses Haus abgerissen werden soll, da es, solange es existiert, immer wieder mit diesen schrecklichen Vorfällen in Zusammenhang gebracht werden wird.

Vor diesem Hintergrund kann ich auch die Idee des Ortsausschusses, die Stadt Höxter solle dieses Grundstück erwerben und das Gebäude gegebenenfalls einem Abriss zuführen, durchaus nachvollziehen.

Wir als Stadt haben uns im letzten Jahr intensiv darum bemüht, die Voraussetzung für einen Erwerb des Grundstückes zu schaffen. Mit dem Bauamt stehe ich in dieser Sache in einem ständigen Austausch.

Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass das Gebäude seinerzeit von der Staatsanwaltschaft Paderborn beschlagnahmt wurde und damit in das Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen übergegangen ist. Nach Angaben der Behörden konnte eine Entscheidung, wie mit dem Grundstück verfahren werden soll, unter anderem aufgrund der langen Verfahrensdauer noch nicht in den zuständigen Ministerium in Düsseldorf herbeigeführt werden. Erst, nachdem das Land NRW hier eine Entscheidung getroffen hat, kann das Objekt überhaupt erst veräußert werden.

Hier wäre es angebracht gewesen, wenn die Mitglieder des Ortsausschusses zunächst einmal Rücksprache mit mir gehalten hätten, um die Sach- und Rechtslage zu erläutern. Dies wäre gerade vor dem Hintergrund der Besonderheit des Themas angebracht gewesen, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass Bosseborn hierdurch wieder negativ überregionales mediales Interesse hervorrufen kann.“

Foto: Kube

Mittwoch, 05. August 2020 10:54 Uhr

Brakel (red). Auf reges Interesse stieß am vergangenen Freitag die Möglichkeit zur Besichtigung des Umbauprojektes ehemalige Fachhochschule für Finanzen, zu der der Ortsverband der CDU-Brakel eingeladen hatte. An der Besichtigung nahm auch Landratskandidat Michael Stickeln teil, der sich begeistert von dem Projekt und der Schaffenskraft der Investoren zeigte.

Nach Begrüßung durch den Ortsverbandsvorsitzenden Wolfgang Koppi erläuterten die Hausherren Eike und Peter Sünkeler in einer einstündigen interessanten Führung die bereits durchgeführten Maßnahmen und das Nutzungskonzept. Neben Apartments im betreuten Wohnen werden altengerechte Wohnungen, ein Kindergarten, die Verwaltung der Lebenshilfe und die Volkshochschule in dem weitläufigen Gebäude ihre Heimat finden.

"Man sah, in dem Projekt steckt viel Herzblut und es wird eine absolute Aufwertung des Standortes", betonte auch der Stadtverbandsvorsitzende Hermann Steinhage. Bürgermeister Hermann Temme ergänzte, dass Politik und Verwaltung hinter dem Projekt stehen würden und es durch persönlichen Einsatz stets unterstützt hätten.

Der Umbau der Fachhochschule, da waren sich die Teilnehmer der Exkursion einig, ist ein Gewinn für Brakel.

Foto: CDU

Wirtschaft
Donnerstag, 06. August 2020 11:19 Uhr
Unterstützung für Unternehmen im Kreis Höxter: Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL wechselt zu Online Veranstaltungen
Mittwoch, 05. August 2020 18:12 Uhr

Kreis Höxter (red). "Ich komme aus Afghanistan, bin seit fünf Jahren in Deutschland und habe seitdem viele Praktika in der Pflege und auch eine Ausbildung zur Sozialassistentin gemacht. Daher weiß ich, dass dieser Beruf genau das Richtige für mich ist." Beheshta Hashimi (22) aus Beverungen hat sich für eine Ausbildung zur Pflegefachfrau am Bildungszentrum der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) entschieden - sowie 82 weitere junge Menschen aus der Region.

Seit vielen Jahren bildet die KHWE ihren eigenen Nachwuchs in der Pflege aus, viele der Absolventen werden in den Einrichtungen des gemeinnützigen Trägers - darunter das Klinikum Weser-Egge mit vier Standorten, fünf Seniorenhäuser und fünf ambulante Pflegestationen - übernommen. 

Schulleiterin Ute Pägel und ihre Kollegen, Geschäftsführer Christian Jostes und Pflegedirektorin Elke Schmidt begrüßten die neuen Schülerinnen und Schüler an ihrem ersten Ausbildungstag im Kaplan-Heinrich-Saal des St. Nikolai Seniorenhauses in Höxter, das auch zur KHWE gehört. "Hinter Krankheiten stehen Menschen, mit Schmerzen, Ängsten und sorgenden Angehörigen. Für die Pflege braucht es gleichermaßen Herz und Verstand. Das sollen Sie bei uns lernen, damit Sie in drei Jahren als stolze Pflegefachmänner und -frauen da stehen, denen sich kranke Menschen voll anvertrauen können", richtete sich Ute Pägel an die neuen Azubis.

"Sie haben eine anspruchsvolle, aber extrem sinnvolle Tätigkeit gewählt, für Ihre Persönlichkeit und für die Gesellschaft", ergänzte Pflegedirektorin Elke Schmidt und auch Geschäftsführer Christian Jostes machte den Schülern Mut: "Gerade in Corona-Zeiten hat sich einmal mehr bestätigt, welch hohen Stellenwert der Pflegeberuf hat. Ich wünsche Ihnen Kraft und Durchhaltevermögen und natürlich auch viel Freude in Ihrer Ausbildung."

Die 18-jährige Melissa Schlick aus Bredenborn kennt die Altenpflege von Kindheit an: Ihre Mutter, Altenpflegerin, hat sie oft mit zur Arbeit genommen. Nach einem Schulpraktikum war ihr Weg klar. Ebenso für den 19-jährigen Leon Wagner aus Bad Driburg, dessen Vater Haustechniker in einem Seniorenhaus ist. "Ich bin oft mitgekommen und habe mit den Bewohnern gespielt. Ich habe mich auch handwerklich orientiert, aber mein Herz schlägt höher für die Pflege."

Der neue Ausbildungsjahrgang ist der erste, der die generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau begonnen hat. Danach sind weite Tätigkeitsfelder in der Kranken- wie in der Altenpflege möglich. Die dreijährige Ausbildung mit Theorie- und Praxisteilen beginnt immer zum ersten August, erstmals wird im März 2021 auch ein neuer Ausbildungskurs außerhalb der Reihe angeboten. Mehr Information unter bildung.khwe.de

Foto: KHWE

Freitag, 31. Juli 2020 11:53 Uhr

Kreis Höxter (red). Gerade in dieser schnelllebigen Zeit ist eine lange Betriebszugehörigkeit eine Besonderheit, ist sich KHWE-Chef Christian Jostes sicher. "Besser als mit Ihrer Treue können Sie die Verbundenheit zu unserem Unternehmen nicht zeigen", sagt Jostes bei einer Feierstunde für langjährige Mitarbeiter und Neu-Ruheständler.

In lockerer Runde und natürlich mit Abstand tauschten die Jubilare und Ehemaligen Erinnerungen und Anekdoten aus. Gemeinsam ließen sie ihre Zeit bei der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge Revue passieren. "Über Jahrzehnte haben Sie alle zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und unser Team mit Ihrer Persönlichkeit bereichert", so Jostes weiter. Auch Pflegedirektorin Elke Schmidt, der Leiter der Allgemeinen Verwaltung, Stefan Kruse, sowie der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Ulrich Krooß, lobten die nicht selbstverständliche Treue für die KHWE.

Ihren Eintritt in den Ruhestand erreichten im ersten Halbjahr 2020 gleich 16 Mitarbeiter: Erika Pomplun, Hannelore Wendel, Franz Mönnekes, Christine Gläsing, Konrad Bolbrock, Petra Nutt, Birgit Todt, Reinhild Welz, Gerda Ahlborn, Elena Nachtigal, Dorothea Testanera, Annegret Schöttler, Maria Wilberg, Lilia Maier, Dr. Maria Sabe-Biermann und Heidemarie Hartmann. 

Vor 40 Jahren hatten ihren Dienstbeginn: Heike Worms, Claudia Pollmann, Gabriele Steinberg, Annette Petermann, Ruth Warnecke, Angela Amsel, Marie-Luise Spellerberg und Monika Katona.

Für 25 Jahre wurden geehrt: Regina Vössing, Cordula Scholz, Ilsabe-Dorothee Robrecht, Maria-Theresia Hasse, Martin Franke, Armin Spütz, Joachim Henn, Sabine Pinnecke, Dr. Volker Knapczik, Barbara Pietrek, Margarita Grechnew, Helga Mönnig, Heike Holtkamp, Simone Schlüter, Georg Werschmann, Dr. Ulrich Rademacher und Doris Boßerhoff.

Foto: KHWE

Sport
Dienstag, 04. August 2020 11:14 Uhr
Mit Abstand läuft es rund: Sportabzeichen gut angelaufen
Dienstag, 04. August 2020 10:44 Uhr

Höxter (red). Über Stock und Stein ging es bereits in den vergangenen Jahren bei den Mountainbiketouren des Jugendtreffs Höxter. "Die Touren sind super angekommen. Wir wollen auch diesen Herbst wieder mit den Jugendlichen in die Wälder rund um Höxter starten“, erklärt Peter Kamischke-Funk vom Jugendtreff, der die Touren begleitet. Immer dienstags ab 16.00 Uhr können Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren mit einem Betreuer das Wesertal um Höxter und die umliegenden Berge erkunden.

„Wir starten immer, solange es das Wetter zulässt“, fügt Kamischke-Funk hinzu: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen für alle Termine zusammen nur 20 Euro bezahlen. Wir müssen aber leider auf eine Anmeldung bestehen.“  Vom Teilnehmerbeitrag werden Getränke und Snacks bezahlt. „Die einzige Teilnahmevoraussetzung ist ein funktionstüchtiges Mountainbike und ein Helm“, macht Kamischke-Funk deutlich. Die Angebote des Jugendtreffs richten sich immer an den Interessen und Bedarfen der Jugend aus. „Nach dem großen Longboardtrend der vergangenen Jahre, ist es seit zwei Jahren das Mountainbike, das viele Kids unter freien Himmel lockt. Das wollen wir gerne unterstützen“, fasst Jennifer Fröhlich, Mitarbeiterin im Juzi, zusammen.

Anmeldungen und weitere Informationen gibt es im Jugendtreff Höxter, Brenkhäuserstr. 3, 37671 Höxter, unter www.juzi-hoexter.de und unter 0173 6694 613.

Zusammenfassung

  • Was: Mountainbiketouren
  • Wann: ab 11. August 2020 immer dienstags ab 16.00 Uhr, Treffpunkt Juzi Höxter
  • Wer: ab 11 Jahren
  • Kosten: 20 Euro pauschal
Freitag, 03. Juli 2020 10:17 Uhr

Kreis Höxter (red). Nach nur einem Jahr in der Bezirksliga steigt Marco Ehrlich in der Saison 2019/2020 in die Landesliga auf. Das gab der Verbandsschiedsrichterausschuss am Freitag, 19. Juni 2020 bekannt. Zusätzlich steigen insgesamt 6 weitere Schiedsrichter in die Bezirksliga auf.

Im November 2015 legte der Hohenwepeler seine Schiedsrichterprüfung ab und steigerte von Jahr zu Jahr seine Leistungen. Seit 2017 ist Marco im Perspektivteam des Kreises Höxter und stieg bereits im letzten Jahr in die Bezirksliga auf.

Von dort gelang ihm jetzt der direkte Durchmarsch in die Landesliga. Marco zeigte bis zum im März eingestellten Spielbetrieb in seinen Beobachtungen überzeugende Leistungen. Der FLVW Kreis Höxter hat nun neben Florian Greger (Westfalenliga) einen weiteren Schiedsrichter in den Verbandsspielklassen. Jessica Hildebrandt, Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichterausschusses und ihr gesamtes Team freuen sich sehr für Marco und sind stolz, dass wir nun nach langem Warten wieder einen Aufsteiger in die Landesliga haben.

„Für mich bedeutet der Aufstieg in die Landesliga den bisherigen Höhepunkt meiner Schiedsrichterlaufbahn und die Freude nach der Bekanntgabe war schon sehr groß. Jetzt warte ich auf den Start der nächsten Saison und bin gespannt was die Zukunft als Schiedsrichter für mich noch bringen wird“, so der Hohenwepeler.

Mit Kevin Bauer (1. FC Aa Nethetal), Michael Dorstewitz (FC Germete/Wormeln), Torben Meier (SSV Würgassen), Guido Müller (SF Calenberg), Bahatthin Oezdem (SV Scherfede/Rimbeck) und Nico Stiewe (SV Dringenberg) steigen gleich sechs Schiedsrichter in die Bezirksliga auf. Schön zu sehen ist, wie sich die Schiedsrichter des Perspektivteams durch Spielbeobachtungen und zahlreichen Schulungen weiterentwickeln. Das 3 von 6 Aufsteigern aus dem Perspektivteam kommen, sollte besonders auch für junge Schiedsrichter ein Anreiz sein. Wichtig ist aber auch, dass erfahrene ALiga Schiedsrichter durch sehr gute Leistungen den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen können.

Foto: red

Panorama
Donnerstag, 23. Juli 2020 11:20 Uhr
IHK begrüßt Wiederaufnahme der täglichen Flugverbindung Paderborn-München
Donnerstag, 09. Juli 2020 12:55 Uhr

NRW (red). Weniger Kriminalität in Nordrhein-Westfalen: Seit Beginn der Corona-Pandemie liegt die Zahl der Delikte deutlich unter den Werten des Vorjahres. Zwischen Anfang März und Ende Juni dieses Jahres gab es insgesamt 365.676 Strafanzeigen. Das sind 107.954 Anzeigen weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das ist ein Rückgang um knapp 23 Prozent. „Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger. Weniger Strafanzeigen, das ist eine erfreuliche Entwicklung. Auch wenn es nur vorläufige Zahlen sind, können wir schon erste Trends erkennen. Der Rückgang gilt für fast alle Arten von Delikten“, sagte Innenminister Herbert Reul in einer „Corona-Zwischenbilanz“ kurz nach Ende des ersten Halbjahres 2020. Dabei ging es um die Kriminalitätsentwicklung während der Pandemie und die Entwicklung der polizeilichen Einsätze im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

So sank die Zahl der Wohnungseinbrüche um 30 Prozent von 7.561 auf 5.290 Fälle. Die Zahl der Raubüberfälle nahm im selben Zeitraum um 26 Prozent von 3.819 auf 2.821 Fälle ab. Die Zahl der Taschendiebstähle sank um 39 Prozent von 10.638 auf 6.511 Fälle. Straftaten, bei denen ältere Menschen Opfer wurden, gingen um 11 Prozent von 13.550 auf 12.104 Fälle zurück.

Bei der häuslichen Gewalt gab es von März bis Juni dieses Jahres einen Rückgang um 21 Prozent von 13.230 auf 10.479 Fälle. „Gerade bei häuslicher Gewalt müssen wir mit unseren Einschätzungen sehr vorsichtig sein und die Entwicklung genau beobachten. Aber die Vermutung liegt nahe: Wenn die Menschen über eine längere Zeit auf engem Raum zusammen sind, wird es zu mehr häuslicher Gewalt kommen. Doch diesen Schluss lassen die Zahlen bislang nicht zu. Klar ist: Die NRW-Polizei geht jedem Hinweis konsequent nach“, so der Minister.

Veränderungen gab es zum Teil bei Betrügereien und Trickdiebstählen. „Vor allem zu Beginn von Corona gab es einige Fälle, bei denen sich Betrüger als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgaben und Corona-Tests verkaufen wollten, der ,Enkeltrick im weißen Kittel‘“, sagte der Minister.

Zu Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung kam es vor allem um die Osterfeiertage und zuletzt an den vergangenen Wochenenden in den Städten. Die Polizei hat vom 25. März bis Ende Juni tausende Verstöße und 50.587 Personen festgestellt. Davon waren 36.837 Erwachsene, 11.404 Jugendliche und 2.346 Kinder. „Die meisten Menschen verhalten sich vorbildlich und diszipliniert. Trotz des Verbots gibt es aber einige, die sich nicht an die Regeln halten. Der Drang nach frischer Luft ist nachvollziehbar, aber Corona ist noch nicht vorbei. Es gibt so viele schöne Ecken in Nordrhein-Westfalen, da müssen sich nicht alle in der Altstadt treffen“, so Reul.

Positiv angetan zeigte sich der Minister vom Verhalten der Fußball-Fans während der Geisterspiele in der Bundesliga. Diese verliefen größtenteils ohne Zwischenfälle. „Wir waren gespannt, wie die Fans reagieren würden. Und wir sind froh, dass sie sich in den allermeisten Fällen vorbildlich verhalten haben. Gesundheitsschutz und Fußballbegeisterung lassen sich sehr wohl miteinander verbinden“, sagte Reul.

Der Minister ging auch auf die Versammlungen gegen die Corona-Schutzverordnung ein. Gleich zu Beginn der Pandemie gab es Demonstrationen gegen das Kontaktverbot. Im Mai nutzten dann aber auch Selbstdarsteller, Verschwörungsideologen und Extremisten die Unsicherheit aus und riefen teilweise sogar zu Straftaten auf. Zuletzt fanden angesichts der Einschränkungen im Kreis Gütersloh Versammlungen statt. Im Zeitraum März bis Juni gab es insgesamt in Nordrhein-Westfalen über 850 Versammlungen. Dabei ging es fast ausschließlich um die Einschränkungen durch die Corona-Schutzverordnung.

Donnerstag, 09. Juli 2020 10:31 Uhr

Paderborn (red). Der Paderborner Freizeitpark steht in den Startlöchern. Wenn am Freitag, 10. Juli, ab 14 Uhr in Paderborn-Schloß Neuhaus unmittelbar an der A 33 das Tivoli-Wunderland seine Pforten öffnet, ist Spaß für die ganze Familie garantiert. Auf fast 20.000 Quadratmeter locken auf dem Gartenschaugelände in dem bis Ende August geplanten Freizeitpark viele Attraktionen, die groß und klein begeistern werden.

Die "Crazy Mouse XL" bietet Achterbahn Spaß für die ganze Familie. Mit Tempo, Steilfahrten und Kurven, wird jede Fahrt zu einem rasanten Erlebnis. Wer den Nervenkitzel in der Höhe liebt, kommt mit "Jekyll & Hyde" auf seine Kosten. In 42 Meter Höhe werden die Besucher mit einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h in die Höhe befördert.

Etwas ruhiger, aber dennoch hoch hinaus geht es mit dem Kettenflieger "Sky Dancer" zu einem sanften und unvergleichlich schönen Flugerlebnis in etwa 50 Meter Höhe. Als Hoch- und Rundfahrgeschäft bietet "Mr. Gravity" mit seiner 90 Grad steilen Fahrweise ein vollkommen anderes Fahrerlebnis, dass die Besucher bis zu 18 Meter in die Höhe rotiert.

Auch mit dem Fahrgeschäft "Rocket" fliegen die Fahrgäste mit der Gondel in 25 Meter Höhe. Die frei schwebende Sitzposition und die in zwei Richtungen rotierende Gondel geben dem Flug zusätzlich einen besonderen Kick. Die Kombination aus gemütlich und actionreich bietet das Fahrgeschäft "Heroes". Mit 22 Umdrehungen pro Minute wird auch hier jede Fahrt zu einem einmaligen Abenteuer.

Wer selber gern am Steuer sitzen möchte, kann das im Tivoli-Wunderland auch tun. Der Autoscooter "Lowrider" bietet mit seinen 26 Autos einen garantierten Fahrspaß. Neben diesem Klassiker darf natürlich mit dem Musik-Express ein anderer nicht fehlen. Hier können die Gäste des Freizeitparks eine schnelle und erstklassige Berg- und Talfahrt erwarten.

Urlaubsfeeling und jede Menge Unterhaltung bietet "Viva Cuba" auf vier Etagen mit 39 Spielen. Freuen kann man sich auf einen Wasserparcour, Drehscheiben, Wackeltreppen, eine extra hohe Kirchturmrutsche und noch vieles mehr. Die 35 Meter lange "Tivoli-Rutsche" verspricht für alle kleinen und großen Besucher ein einmaliges Rutschvergnügen.+++ Auch an die kleinen Gäste des Freizeitparks ist gedacht. So können im "Ottifanten" Flieger die Kinder einen großartigen Wellenflug erleben, der sie mit Kinderliedern die Fahrt über begleitet. Im Rundfahrgeschäft "Timmys Zeitreise" können die Kinder in unterschiedlichen Fahrzeugen die Fahrt erleben und dabei auch sprechende Hupen bedienen. Austoben, klettern, rutschen und verstecken können sich die Kleinsten in der Dschungel-Erlebniswelt des Geschäftes "Wild Kids". Auch der "Kinder-Traum" ist ein aufregendes Fahrzeugkarussell, das die Kinder mit Freude besuchen werden. In der Gunst der Jüngsten dürfte auch das "Bungee Trampolin" stehen. Hier können sich die kleinen Gäste nochmal auspowern und zeigen, wie hoch sie springen können.

Foto: Stadt Paderborn

Dienstag, 07. Juli 2020 09:56 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat das erklärte Ziel, Kinder besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen und diese abscheulichen Straftaten konsequent und härter als bisher zu ahnden. Die schrecklichen Missbrauchsfälle von Lügde, Bergisch Gladbach und Münster in den vergangenen Wochen und Monaten haben offengelegt, dass sexueller Missbrauch von Kindern, ebenso wie der Besitz und die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen, keine Randphänomene sind. Die Landesregierung hat nun einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Strafrechts bei sexuellem Missbrauch von Kindern sowie bei Verbreitung und Besitz von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern in den Bundesrat eingebracht.

Kernstück des Gesetzentwurfs ist eine Strafverschärfung bei sexuellem Missbrauch von Kindern und somit die Hochstufung der einzelnen Straftatbestände von einem Vergehen zu einem Verbrechen. Auch bei dem Straftatbestand, der die Verbreitung und den Besitz von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern unter Strafe stellt, sind Strafverschärfungen vorgesehen.

„Die zunehmenden Fahndungserfolge zeigen die grausame Wahrheit: Sexuelle Gewalt gegen Kinder sowie der Besitz und die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen, von denen selbst Säuglinge betroffen sind, sind keine Einzelfälle. Wir alle - Politik, Justiz und Gesellschaft sind gefordert, diesen widerwärtigen Sumpf trocken zu legen und die Schwächsten unserer Gesellschaft so gut es geht zu schützen. Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist niemals nur ein Vergehen, sondern immer ein abscheuliches Verbrechen“, sagt Familienminister Joachim Stamp.

Mit der Bundesratsinitiative möchte Nordrhein-Westfalen erreichen, dass Straftaten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern betreffen, auch immer als Verbrechen geahndet werden müssen. Es soll auch grundsätzlich keine Bewährungsstrafe geben, wenn sich jemand an der Vergewaltigung von Kindern beteiligt.

Zustimmend erklärt Minister der Justiz Peter Biesenbach: „Kinder sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Der Kinderschutz und der Kampf gegen Kindesmissbrauch hat für die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen oberste Priorität. Wir setzen in diesem Bereich verstärkt Personal ein und statten unsere Ermittler mit hochmoderner Technik aus, um den Verfolgungsdruck bei den Tätern zu erhöhen. Nun haben wir zusätzlich die Straftatbestände und Strafrahmen angepasst. Auch Begrifflichkeiten sind wichtig. Wir dürfen nichts beschönigen. Wir müssen die Darstellungen von Kindesmissbrauch auch so nennen! Das ist keine Pornographie, das ist Missbrauch!“

Im Bundesrat erklärte Familienminister Stamp: „Die Opfer sind oftmals für ihr gesamtes Leben traumatisiert. Deshalb müssen auch der Besitz und die Verbreitung von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern schnellstmöglich härter bestraft werden.“ Der Minister richtete einen Appell an die Mitglieder des Bundesrats und Bundestags, die Gesetzesinitiative aus Nordrhein-Westfalen zu unterstützen und im Interesse der Kinder keine Zeit bei der Verschärfung des Strafrechts verstreichen zu lassen. „Wenn es Änderungsbedarf bei den Beteiligten geben sollte, sind wir gesprächsbereit. Unser Anliegen ist, das unermessliche Leid der Kinder konsequent zu bekämpfen. Wir bitten, im Interesse und zum Schutz unserer Kinder, ein starkes, gemeinsames Zeichen im Kampf gegen Kindesmissbrauch zu setzen.“

Mittwoch, 24. Juni 2020 11:01 Uhr

Gütersloh (red). In Folge des Corona-Ausbruchs in einem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück aktiviert die Landesregierung die zweite Stufe des Lockdowns. Damit gelten im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf wieder bestimmte Einschränkungen im öffentlichen Leben. Demnach dürfen im öffentlichen Raum nur zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen. Zudem muss – über die landesweit gültigen Regelungen der Coronaschutzverordnung hinaus – eine Reihe von Freizeitaktivitäten unterbleiben. So müssen zum Beispiel Museen, Kinos, Fitnessstudios, Hallenschwimmbäder und Bars geschlossen werden. Die entsprechenden Vorschriften finden sich in der neuen Coronaregionalverordnung, die um Mitternacht (Mittwoch, 24. Juni 2020) zunächst für eine Woche (bis zum 30. Juni 2020) in Kraft tritt

„Mit der vollständigen Schließung des Schlachtbetriebs, der Quarantäne der rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Schließung aller Kindertagesstätten und Schulen im Kreis Gütersloh haben wir bereits letzte Woche ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Bislang lässt sich das Infektionsgeschehen zwar auf den Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück zurückführen. Angesichts der hohen Infektionszahlen ist allerdings Vorsicht geboten. Daher bringen wir nun zum Schutz der Bevölkerung ein weiteres Sicherheits- und Schutzpaket auf den Weg, um die Ausbreitung des Virus wirksam zu bekämpfen. Uns ist bewusst, dass dies für die Bevölkerung eine große Belastung ist. Doch ohne die Maßnahmen wären die Belastungen am Ende womöglich um ein Vielfaches höher – in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, in den benachbarten Kreisen und Städten sowie in den anderen Teilen unseres Landes“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Über die Kontakt- und Freizeitbeschränkungen hinaus ist die Einhaltung der angeordneten Quarantänemaßnahmen ein wesentlicher Schlüssel, um Infektionsketten wirksam zu unterbrechen. Die Landesregierung unterstützt die Behörden vor Ort in diesem Zusammenhang mit Polizeikräften und Dolmetschern. Mobile Teams aus Ordnungsbehörden, Polizei und Dolmetschern suchen verstärkt die betroffenen Wohneinrichtungen auf. Gesundheitsminister Laumann fordert die Kommunen zudem auf, Infizierte, Kontaktpersonen von Infizierten und Nichtinfizierte getrennt unterzubringen. Die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster sollen hier helfen, geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zu organisieren etwa in Rehakliniken oder Hotels.

Darüber hinaus werden auf Veranlassung der Landesregierung die Testungen auf das Coronavirus in der betroffenen Region deutlich ausgeweitet, um eine Eintragung des Coronavirus in die Bevölkerung abschätzen zu können. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf werden in den kommenden Tagen durchgetestet. Gleiches gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel, Kioskpersonal sowie die Beschäftigten von Unternehmen und Subunternehmen, die zentrale Gemeinschaftsunterkünfte betreiben oder in einem nennenswerten Umfang Werkvertragsarbeitnehmer beschäftigen. Alle Bürgerinnen und Bürger der Kreise Gütersloh und Warendorf erhalten zudem die Möglichkeit, kostenlos einen Test durchführen zu lassen. Die Bevölkerung wird durch Lautsprecherdurchsagen zur Testung aufgerufen.

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