Bosseborn (TKu). Bereits beim Königsschießen im September des vergangenen Jahres zeichnete sich ab, dass der Heimatschützenverein Bosseborn für die folgende Saison ohne neues Königspaar auskommen muss. Gesucht wurde ein Nachfolger für Schützenkönig Jürgen Schlenke und Schützenkönigin Nicole Schlenke, doch auch nach mehreren Runden im Schießstand fand sich niemand, der die Königswürde übernehmen wollte. Für das amtierende Königspaar stand zugleich fest, dass eine weitere Regentschaft nicht infrage kommt, schon alleine, weil das die Statuten nicht hergeben, wie König Jürgen Schlenke bereits beim Königsschießen erklärt hatte. Schnell war im Dorf jedoch klar: Auch ohne König wird in Bosseborn gefeiert. Statt des traditionellen Schützenfestes stellte der Heimatschützenverein kurzerhand ein neues Konzept auf die Beine und lud vom 14. bis 17. Mai 2026 zum dreitägigen Dorffest unter dem Motto „Der Berg ruft“ ein.
Rund um das Festzelt an der Alten Schule stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: ein geselliges Fest des Heimatschützenvereins und der anderen Vereine, die im Festumzug am Samstagabend vertreten waren. Der Donnerstag begann traditionell am Vatertag mit dem Dorfpokal-Event. Am Samstag zog der Ständchenumzug durch die Straßen Bosseborns den Berg auf und ab. Die Bosseborner verfolgten den kleinen Umzug der Schützen mit der Blaskapelle Bosseborn und dem Spielmannszug Lütmarsen entlang der Strecke bei zumeist schönem Frühlingswetter und feierten anschließend gemeinsam im Festzelt auf dem Parkplatz an der Alten Schule. Gefeiert wurde am Wochenende zur Musik von DJ70 und DJ JENDRIX. Am Sonntag fand nach der Schützenmesse ein rekordverdächtiges Schützenfrühstück mit Frühschoppen mit den geladenen Gastvereinen weitergefeiert wurde. Mit mehr als 340 verkauften Frühstücksmarken sei ein neuer Rekord geknackt worden, wie der erste Vorsitzende des Heimatschützenvereins Bosseborn, Thomas Niederprüm, bestätigte.
Fotos: Thomas Kube