Höxter (red). Es kommt auf das richtige Timing an: Rosenfreunde müssen jetzt bald ab in den Garten. „Zur Forsythienblüte, wenn keine starken Fröste mehr drohen, ist genau der richtige Zeitpunkt“, sagt Gärtnerin und Gartenplanerin Barbara Siebrecht. Wie man bei den Rosen für einen gesunden und wüchsigen Saisonstart sorgt, das erfahren die Teilnehmenden in einem Workshop am 27. März im Archäologiepark Höxter. Einige Restplätze sind noch verfügbar.
Nach dem Winter müssen die meisten Rosen zurückgeschnitten werden. Beispielsweise muss altes, totes und kreuzendes Holz weg, mikrige Äste werden gestutzt. Wo genau man bei Beet-, Kletter- oder Strauchrosen die Schere ansetzt, das zeigt die Expertin den Kursteilnehmenden in Theorie und Praxis.
Sie erklärt auch, welche weiteren Pflegemaßnahmen im Frühling sinnvoll sind. So sollten die Rosen unbedingt gedüngt werden. „Rosen sind Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe.“ Barbara Siebrecht rät zu einer Grunddüngung, sobald im Frühjahr die ersten Blätter austreiben. Im Sommer sollte man rechtzeitig nachdüngen, damit die Pflanze genügend Kraft zur Entwicklung neuer Triebe und Blütenstände hat.
Weiterhin wichtig: Wildtriebe entfernen: „Wenn möglich, reißt oder gräbt man sie aus. Ansonsten regelmäßig abschneiden.“ Die meisten Edelrosen haben nämlich eine einheimische Heckenrose als Wildunterlage, die die Edelrose sonst zu überwachsen droht.
In ihrem Kurs erklärt Barbara Siebrecht auch, wie man Rosen-Krankheiten erkennt, vermeidet und behandelt. Jetzt im Frühling kann man beispielsweise einem Blattlausbefall mit einem speziellen öligem Spritzmittel vorbeugen – und zwar sobald die ersten Knospen schwellen. Wenn die Blattläuse dennoch später Überhand nehmen, kann man ihnen notfalls mit einem Tabak-Tee mit Spülmittel zu Leibe rücken.
Pilzbefall wie Rosenrost und Mehltau versucht die Expertin ebenfalls zu verhindern: „Da kann zum Beispiel ein radikaler Winterschnitt helfen.“ Je lichter die Rosenzweige sind, desto besser durchlüftet sind sie. Im dichten Grün staut sich dagegen die Nässe. Zu feucht mögen es die Rosen nämlich gar nicht. Trockenheit können viele von ihnen dagegen ziemlich gut vertragen, weil sie Tiefwurzler sind.
Einzig den Kletterrosen sollte man im hitzigen Sommer ab und an etwas Wasser gönnen, wenn sie unter dem Dachüberstand oder an einer aufgeheizten Hauswand stehen. „Kletterrosen muss man vor allem richtig anbinden, weil sich die Blüten ganz besonders üppig an waagerechten Trieben bilden“, so ein weiterer Tipp der Fachfrau.
Im Kurs am 27. März um 16 Uhr im Archäologiepark Höxter bei Barbara Siebrecht erfahren Gartenfans natürlich noch mehr. Zum Beispiel, wie sie schon beim Kauf besonders robuste Sorten erkennen können, was man beim Pflanzen von Containerware oder wurzelnackten Rosen beachten sollte und wann ein Winterschutz erforderlich ist.
Nach dem informativen Vortrag greifen die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung im Archäologiepark Höxter selbst zu Rosenschere. Eine scharfe, gut gereinigte Schere und Gartenhandschuhe gegen die spitzen Dornen sollten daher mitgebracht werden. Anmeldungen für den 2 bis 3-stündigen Kurs sind noch online möglich im Ticketshop des Huxarium Gartenparks www.huxarium-gartenpark.de
Foto: Huxarium Gartenpark Höxter