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Dienstag, 17. Februar 2026 Mediadaten
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Ovenhausen (TKu). Der Närrische Frühschoppen hat am Sonntag in Ovenhausen einen Akzent unter das Karnevalswochenende im Grubedorf gesetzt. Nach dem ausgelassenen Büttenabend am Samstag stand im Festzelt weniger die Party im Vordergrund, dafür aber ein Programm, das die politische Satire in den Fokus gerückt hat. Pünktlich um 11.11 Uhr eröffnete Sitzungspräsident Jonas Behrenberg die Veranstaltung in einem gut gefüllten Zelt mit mehr als 1111 Besucherinnen und Besuchern und begrüßte neben den heimischen Karnevalisten zahlreiche Gastvereine sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Ein zentraler Programmpunkt war die politische Büttrede von Lukas Wöstefeld, die traditionell einen festen Platz im Ovenhäuser Frühschoppen einnimmt. Wöstefeld trat im Shirt mit einer Weltkugel auf und machte damit bereits optisch deutlich, dass seine Rede nicht an den Ortsgrenzen von Ovenhausen enden würde. In gereimter Form nahm er sowohl kommunalpolitische Themen aus Höxter als auch nationale und internationale Entwicklungen ins Visier. Er sprach über politische Verantwortung, soziale Ungleichheiten, wirtschaftliche Abhängigkeiten und globale Machtverschiebungen, ohne dabei den lokalen Bezug aus den Augen zu verlieren. Gerade diese Verbindung von Weltgeschehen und Dorfrealität machte den besonderen Reiz seines Vortrags aus. Der Auftritt hatte zudem einen Abschiedscharakter: Nach zehn Jahren verabschiedete sich Wöstefeld mit dieser Rede von der politischen Bütt. Das Publikum verfolgte den Beitrag aufmerksam und honorierte ihn mit lang anhaltendem Applaus.

Auch politisch war der Frühschoppen prominent besetzt. Bürgermeister Daniel Hartmann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen. Er wurde durch seinen ehrenamtlichen Stellvertreter Klaus Maas vertreten, der den symbolischen Rathausschlüssel mit ins Festzelt brachte. Dieser wurde ihm von Elferratspräsident Sascha Winkelhahn abgenommen, mit dem Hinweis, dass die Rückgabe traditionell erst am Aschermittwoch erfolgen werde. Die Szene unterstrich den närrischen Anspruch, für die Dauer der Session das Regiment zu übernehmen, ohne den politischen Rahmen zu verlassen. Neben den Redebeiträgen prägten Tanzdarbietungen das Bild des Vormittags. Die Prinzengarde Ovenhausen eröffnete den tänzerischen Teil und präsentierte sowohl ihren klassischen Gardetanz als auch später einen modernen Showtanz. Ergänzt wurde das Programm durch Auftritte der Teeny-Garde Ovenhausen und der Ehrengarde Ovenhausen, die mit unterschiedlichen Choreografien das breite Spektrum der Ovenhäuser Garden zeigten. Auch die O-Town-Dancegroup war vertreten und erhielt für ihre Darbietung viel Beifall.

Für humorvolle Kontraste sorgte das Männerballett Drohndancers Brakel. Die Drohndancer waren in diesem Jahr als Geister und Geisterjäger unterwegs. Der Bürgermeister von Brakel hatte vergessen, die Spuklizenz zu unterschreiben, weshalb eine Gruppe Geister die Brakeler Hinnenburg besetzt hatten. Einen wichtigen Platz nahm zudem der karnevalistische Nachwuchs ein. Neben Tanz und Büttenreden trug die Kindergarde mit ihrem Kinderprinzenpaar Prinz Linus, der Fußballbegeisterte (Gorzolka), und Prinzessin Mathilda, die Magische (Jordan) sowie Kinderpräsident Henri Schmidt, zum närrischen Programm bei. Die Prinzengarde rundete den Frühschoppen mit ihrem Showtanz zum Thema „Casino“ ab, inklusive Zugabe mit anschließender männlicher Unterstützung. Musikalisch begleitet wurde der Frühschoppen von der Blaskapelle Ovenhausen, die mit bekannten Stücken Schunkelrunden in Gang setzte. Ergänzt wurde das Programm durch weitere musikalische Beiträge und ein rheinisches Zwiegespräch, das den humoristischen Teil abrundete. Musikalische Akzente setzte auch DJ Pütti (Niklas Püttcher) aus Boffzen, der zunächst mit Livegesang Kölscher Lieder begeisterte und später zum Ausklang Karnevalistische Lieder auflegte.

Abschließend dankte Sitzungspräsident Behrenberg den zahlreichen Aktiven auf und hinter der Bühne, den Musikerinnen und Musikern, den Trainerinnen und Betreuern, den Gastvereinen sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern. Der Närrische Frühschoppen zeigte damit, dass der Karneval in Ovenhausen nicht allein von Unterhaltung lebt, sondern von engagierter Vereinsarbeit, politischer Auseinandersetzung im närrischen Gewand, was von einer starken Dorfgemeinschaft getragen wird.

Fotos/Video: Thomas Kube

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