Höxter (TKu). Erneut wird der Anbau der Asklepios-Weserberglandklink in seinem Zweck umfunktioniert: Die Geriatrie zieht ein und die Geflüchteten in Kürze aus. Das ursprünglich für die Rehabilitation und Therapie von Patienten in den Jahren 1996 und 1997 errichtete Gebäude wurde wenige Jahre später zum Seniorenhaus mit mehr als 65 Plätzen umfunktioniert. Der Fachkräftemangel war letztlich die Ursache für die Schließung des Seniorenheimes „Weserblick“ im Jahr 2019, kurz vor dem Abriss der alten Weserbergland-Klinik. Noch im Jahr 2015 hatte der Konzern hier 2,3 Millionen Euro in die Einrichtung investiert, die Bettenkapazität ausgeweitet und einen Anbau von fünf Einheiten für betreutes Wohnen errichtet. Im Mai 2022 zogen etwa 80 Geflüchtete aus der Ukraine in die bis dahin leerstehende ehemalige Senioreneinrichtung. Aktuell sind hier am Standort noch 30 Kriegsflüchtlinge untergebracht – noch bis zum Jahresende. Inzwischen sollen die Pläne aus dem Jahr 2020 umgesetzt werden, nach denen die 75-Plätze umfassende Geriatrie aus dem Hauptgebäude in das inzwischen freistehende 26 Jahre alte WBK-Gebäude umziehen wird. Nach dem Umzug im ersten Quartal des nächsten Jahres werden der Fachabteilung für die Neurologie alle etwa 180 vorhandenen Behandlungsplätze im Neubau zur Verfügung stehen. Zwei von drei Etagen hat der Asklepios-Konzern den Geflüchteten bis auf die Betriebskosten mietfrei zur Verfügung gestellt. Während zeitweise bis zu 90 Menschen dort untergebracht waren, sind die anderen freien Etagen von insgesamt sieben Ebenen sukzessiv renoviert worden, damit die Geriatrie voraussichtlich im Frühjahr 2024 dort einziehen kann. Im Neubau soll die expandierende Neurologie weiter gestärkt werden bei gleichzeitiger intensiver Förderung der Geriatrie, heißt es vom Geschäftsführer der Asklepios-Weserberglandklinik, Rüdiger Pfeifer.

Foto: Thomas Kube