Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Dienstag, 07. April 2020 19:25 Uhr
Kreis Höxter: 113 aktuelle Corona-Fälle im Kreisgebiet | Nur zwei Neu-Infektionen seit gestern!
Montag, 06. April 2020 17:20 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir haben jetzt 152 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Höxter“, erklärte der Kreis Höxter am Montagnachmittag gegenüber der Presse. Damit ist die Anzahl der Neu-Erkrankten im Kreis Höxter nur um vier Fälle im Vergleich zum Vortag - Samstag auf Sonntag - angestiegen. In der letzten Meldung des Kreises Höxter wurden noch 26 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Heute kann der Kreis Höxter erfreulicherweise mitteilen, dass 13 weitere Personen als „geheilt“ gelten. 

 

 

Coronainfektion

Neue Infektionen

Genesen“

Kreis Höxter

152

4

36 (+13)

Bad Driburg

3

1

1

Beverungen


12

0

7

Borgentreich

20

0

8 (+4)

Brakel

8


0

2

Höxter

38

2

5 (+3)

Marienmünster

2

0

0

Nieheim

7

1

2

Steinheim

20

0

9 (+6)

Warburg

36

0


2

Willebadessen

6

0

0

 

Montag, 06. April 2020 13:17 Uhr

Boffzen (kp). Neben Baumärkten und Gartencentern dürfen in Niedersachsen seit vergangenem Samstag nun auch die Blumenläden unter den Bedingungen der Abstandsregelung geöffnet haben. Dies trifft somit auch auf das Geschäft „Lebensart Floristik, Deko und mehr“ in Boffzen zu. Den Fokus möchte die Inhaberin aber vorerst weiterhin auf die telefonische Bestellung und die anschließende, kontaktlose Auslieferung legen.

„In den Laden selbst würden wir dann eh nur je einen Kunde lassen“, sagt Svenja Nölting. Und gerade hinsichtlich der bevorstehenden Osterzeit möchte die gelernte Floristin vor und in ihrem Laden ein „kleines Chaos“ vermeiden. Deswegen ihre Bitte: „Die Kunden möchten gern weiterhin vorbestellen und wir liefern es dann wie gewohnt aus.“ Für das Osterfest können die Bestellungen noch bis Mittwoch, 8. April, unter 05271/ 6975151 aufgegeben werden.

Foto: Nölting

Montag, 06. April 2020 09:09 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir haben jetzt 148 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Höxter. Das sind 26 Infektionen mehr als gestern“, so der Kreis Höxter am Sonntag gegenüber der Redaktion. Damit ist die Anzahl der Neu-Erkrankten deutlich stärker gestiegen, als die Anzahl der als „genesenen“ geltenden Personen. Hier vermeldet der Kreis Höxter eine Person mehr, als Tags zuvor. Die Zahl der Corona-Fälle ist vor allem in Höxter, Brakel und Warburg deutlich angestiegen.

 

 

Coronainfektion

Neue Infektionen

Genesen“

Kreis Höxter

148

26

23

Bad Driburg

2

0

1

Beverungen


12

0

7

Borgentreich

20

1

4

Brakel

8


5

2

Höxter

36

8

2

Marienmünster

2

0

0

Nieheim

6

0

2

Steinheim

20

0

3

Warburg

36

10


2

Willebadessen

6

2

0

Sonntag, 05. April 2020 11:39 Uhr

Brakel (red). Betrüger versuchen nun auch im Kreis Höxter, aus der derzeitigen Krisensituation unberechtigten Profit zu schlagen. Bei einem 51-Jährigen in der Straße Neustadt standen am Samstag, 04.04.2020, gegen 06.30 Uhr, zwei Personen vor der Wohnungstür. Sie trugen Schutzbekleidung und gaben an, vom Gesundheitsamt zu kommen. Auf Grund eines Vorfalls vom Vortag in der Nähe der Wohnung müsse man nun eine Speichelprobe für einen Corona-Test entnehmen. Die Probe wurde an der Wohnungstür genommen, ohne dass die Unbekannten herein gelassen wurden. Daher ist offensichtlich in diesem Fall kein weiterer Schaden entstanden. Die Polizei und der Kreis Höxter weisen darauf hin, dass hier nicht das Gesundheitsamt tätig war. Berechtigte Personen werden nur nach Aufforderung und Terminabsprache eine Wohnung aufsuchen, um entsprechende Speichelproben zu entnehmen. Sie können sich zudem ausweisen.

Region Aktiv
Mittwoch, 08. April 2020 09:53 Uhr
Beverungen: Einkaufsgutscheine als Ostergeschenk
Mittwoch, 08. April 2020 09:38 Uhr

Beverungen (red). Es gibt sie wieder: die beliebte Saatgutmischung „Beverunger Blütentraum“. Sie kann ab sofort im Raiffeisen-Markt Beverungen erworben werden. Die Blumenmischung ist ausreichend für ca. 6m² und erreicht eine Höhe von 30 bis 70 Zentimetern. Die verschiedenen einjährigen Sorten wie Kornblume, Leimkraut, Schleifenblume, Bechermalve u.v.m. bilden im Beet oder der Rabatte einen schönen Blickfang und blühen nacheinander bis zum Frost. Nicht nur der Blühaspekt ist besonders schön, auch die Insekten freuen sich über das Nahrungsangebot. Da der Zeitraum der Aussaat von Mitte April bis Ende Mai begrenzt ist, wird Pflanzenliebhabern eine zeitnahe Aussaat empfohlen.

Foto: Beverungen Marketing

Dienstag, 07. April 2020 11:35 Uhr

Höxter/Holzminden (red).  Seit einigen Wochen beherrscht uns ein Thema wie kein Zweites: Die Coronakrise. In vielen Städten und Ortschaften haben sich Gruppen organisiert, um im Bedarfsfall hilfebedürftigen Menschen unter die Arme zu greifen. Auch in Höxter gibt es eine solche Gruppe, die in den Sozialen Netzwerken unter den Namen „Corona-Hilfe: Regio Höxter Holzminden Umland“ agiert.

Über diese Gruppe können sich sowohl Hilfesuchende, als auch Helfer melden, um so gemeinsam die Krise zu bewältigen: Egal ob als Einkäufer für ältere Mitmenschen oder „Gassigeher“ für den Hund. Aufgrund des großen Andrangs und dem damit verbundenen Organisationsaufwand stießen die Initiatoren um Kerstin und Rainer Düwel aus Höxter am vergangenen Samstag an ihre Grenzen.

Um alle Anfragen zeit- und bedarfsgerecht zu organisieren bedurfte es eines weiteren Laptops, zumal Kerstin Düwel in den letzten Tagen schon Listen per Hand schreiben musste, um überhaupt hinterherzukommen. Deshalb rief Rainer Düwel via post bei Facebook dazu auf, ihn zu unterstützen. „Wir wollen den Leuten schnell und unbürokratisch helfen. Dazu brauchten wir einfach noch einen weiteren flexiblen Arbeitsplatz und haben gehofft, dass uns jemand einen Laptop spendet, welchen er oder sie nicht mehr in Benutzung hat“, so Düwel.

Dass es dann sogar einen neuen Laptop für die Hilfsgruppe gab, damit hatte er nicht gerechnet. Der unabhängige Bürgermeisterkandidat für Höxter - Daniel Razat - nutzte umgehend sein Netzwerk, um das gesuchte Hilfsmittel zu organisieren. Mit Unterstützung von Mark Becker  gelang es über den lokalen Elektrofachhandel die notwendige technische Ausrüstung zu beschaffen. „In solchen Krisenzeiten ist es wichtig lösungsorientiert zu handeln. Für uns war es eine Selbstverständlichkeit den benötigen Laptop zu besorgen und umgehend zur Verfügung zu stellen“, teilten Daniel Razat und Mark Becker mit.

Man könne stolz und dankbar sein, Menschen, wie Familie Düwel im Stadtgebiet zu haben, die sich selbstlos engagieren. Wenn Familie Düwel erzählt, dass sie täglich zwölf bis vierzehn Stunden mit der Koordination der Hilfe verbringen, dann ist ein Laptop nur eine Kleinigkeit, so Razat weiter. Auch allen, die ehrenamtlich ihre Unterstützung über die Hilfsgruppe anbieten, sprach Razat seinen Dank aus und ermutigte alle zum Allgemeinwohl weiter so solidarisch zu handeln.

Foto: Razat

Dienstag, 07. April 2020 10:59 Uhr

Lüchtringen (TKu). Auf einen Kaffee mit...Familie Klages aus Lüchtringen, das sind Luke, Emily, Jamie, Josie und ihre Eltern Nadine und Ron. Mama Nadine arbeitet mit einer halben Stelle als Krankenpflegerin im evangelischen Krankenhaus Holzminden in der Chirurgie und Papa Ron ist als Notfallsanitäter für den Landkreis Holzminden im Einsatz. Beide üben somit Berufe aus, die systeaxmrelevant sind und dann sind da noch die vier Kinder, die betreut werden wollen.

Als die Meldung Familie Klages aus Lüchtringen erreichte, das die Schulen aufgrund der Corona-Krise für mindestens fünf Wochen ausfallen, da haben sich Luke, Emily, Jamie und Josie aus Lüchtringen zunächst darüber gefreut. Als sie dann aber gemerkt haben, dass die Mama den Unterricht zu Hause übernimmt und sie sich nicht mehr mit Freuden verabreden dürfen, ist die Freude sehr schnell dem Ernst des Lebens gewichen. Hinzu kam auch noch die schlechte Nachricht, dass die Erstkommunion der neunjährigen Emily ausfallen wird, auf die sie sich doch so sehr gefreut hat.

Mama Nadine Klages hat es momentan nicht leicht. Sie muss zur Arbeit und sich um ihre Kinder kümmern, die ihre Zeit nun seit der Schulschließung vor etwa drei Wochen komplett zu Hause verbringen müssen. Die Kinder in eine Betreuung zu geben, das funktioniere nicht, weil die Betreuung in Lüchtringen ihre Pforten von 07:30 Uhr bis 13:15 Uhr geöffnet hat. Im Frühdienst fangen Nadine und Ron aber um 07:00 Uhr bzw. um 06:00 Uhr an zu arbeiten. „Durch entsprechenden Diensttausch bekommen wir diae Betreuung aber schon irgendwie gewuppt“, meint Mama Nadine.

Dennoch sei diese noch nie dagewesene Situation zur Zeit ganz schön anstrengend. Luke geht auf die Realschule, seine drei Geschwister noch auf die Grundschule. Die Schulen geben den Kindern Wochenaufgaben auf, die sie zu erfüllen haben. Neben Beruf, Haushalt und der Versorgung der Kinder darf Mama Nadine zusätzlich auch noch die Funktion als Lehrerin übernehmen.

Das sei schon eine enorme Herausforderung bei vier Kindern und dauere manchmal mehrere Stunden, erklärt Nadine Klages gegenüber Höxter-News. Das Schlimmste für die Kinder sei das Verabredungsverbot wegen des Coronavirus. Der Älteste Luke habe wenigstens noch die Möglichkeit, mit seinen Freunden zu chatten, um sich so mit anderen Kindern auszutauschen. Diese Möglichkeit haben seine jüngeren Geschwister jedoch noch nicht. Opa und Oma dürfen auch nicht einspringen als Babysitter, da sie als Risikogruppe nicht mit den Kindern in Kontakt kommen dürfen. Oma und Opa vermissen ihre Enkelkinder schon und umgekehrt sieht das nicht anders aus. Besonders gefreut haben sich die Kinder eigentlich auf Opas 65. Geburtstag, der mitten in die Corona-Krise fällt. 

Die Kommunion am dritten Mai in Lüchtringen fällt wie vielerorts ebenfalls ins Wasser. „Passe ich noch ins Kommunionkleid hinein, wenn die Zeremonie nach den Sommerferien nachgeholt wird?“ hat sich die neunjährige Emily gefragt. Über den Ausfall der Kommunion ist sie sehr traurig. Das „zu Hause bleiben“ habe aber auch Vorteile. Da man nicht mehr so viel unterwegs sei, schaffe man daheim mehr, so hat die Familie endlich das Trampolin aufgebaut, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben. Erstmals habe auch ein Filmabend stattgefunden, an dem alle Familienmitglieder teilgenommen haben, sagt Mama Nadine.

Wenn der Familienhund nicht gerade ausgeführt wird, bleibt Familie Klages in diesen Tagen aber zu Hause, so wie es derzeit von allen Bürgerinnen und Bürgern verlangt wird. Am kommenden Wochenende findet das Osterfest statt. Familie Klages ist wegen der Corona-Krise aber überhaupt noch nicht in Osterstimmung. „Eigentlich würde ich spätestens jetzt die Osterdeko aus der Versenkung holen und das Haus dekorieren, aber darauf habe ich noch gar keine Lust“, sagt Nadine Klages. Die kleine Josie befürchtet, das der Osterhase aufgrund des Kontaktverbotes nicht mehr vorbeischaut. Es bleibt nicht nur für Familie Klages aus Lüchtringen zu hoffen, dass sich die Zeiten rasch wieder zum Guten wenden und das Coronavirus besiegt wird. Darauf freuen sich bereits Luke, Emily, Jamie, Josie, Nadine und Ron. 

Foto: Thomas Kube

Dienstag, 07. April 2020 10:54 Uhr

Bredenborn (TKu). Auch die für den 15. Mai 2020 geplante große Kölsche Nacht mit der Kölner Partyband BRINGS in Bredenborn wird aufgrund der aktuellen Situation um ein Jahr verschoben. Neuer Konzerttermin ist Samstag, der 17. April 2021. Das gaben die Organisatoren DJ Markus und Marcus am Montagabend bekannt. Der neue Konzerttermin ist in Absprache mit der Band und dem Heimatschutzverein Bredenborn als Veranstalter gefunden worden. „Die Kölsche Nacht ist mit etwa 1000 verkauften Karten seit langer Zeit bereits ausverkauft. Die erworbenen Karten behalten für den neuen Termin aber ihre Gültigkeit“, erklärt das DJ-Duo Markus und Marcus in einer Presseerklärung. Brings, das sind fünf waschechte Rock’n’Roller, die mit ihren kölschen Liedern vor allem im Kölner Karneval aktiv sind. Die kölsche Rockband ist bekannt für ihre legendären Konzerte und mitreißenden Bühnenshows.

Foto: Thomas Kube

Blaulicht
Montag, 06. April 2020 09:22 Uhr
Sachbeschädigung am Dienstgebäude der Polizei Beverungen
Sonntag, 05. April 2020 11:51 Uhr

Höxter (TKu). Die Corona-Ansteckungsgefahr macht auch vor der Feuerwehr nicht Halt. Die Feuerwehren gehören zu den systemrelevanten Gruppen und Organisationen dieses Landes, die sich auch in Krisenzeiten nicht abmelden können. Umso wichtiger ist deshalb die Erhaltung der Einsatzbereitschaft der Wehr, sagt der Leiter der Feuerwehr, Jürgen Schmits gegenüber Höxter-News.

Und weil man auf eine Feuerwehr eben nicht verzichten kann, stellt die Freiwillige Feuerwehr in Höxter ihre Einsatzbereitschaft durch eine Reihe von Maßnahmen sicher, die vom Leiter der Feuerwehr und dem Bürgermeister angeordnet worden sind. Ihren ersten Übungsdienst haben die Freiwilligen Feuerwehrleute im Februar noch absolvieren können. Jetzt ist der in der Regel alle zwei Wochen stattfindende Übungsdienst in der Kernstadt und bei den Löschgruppen der Ortschaften bis auf Weiteres ausgesetzt, um eine mögliche Ansteckungsgefahr unter den Einsatzkräften auszuschließen, ebenso wie Besprechungen und weitere Dienste.

Versammlungen und Dienstbesprechungen in großer Runde sind untersagt. Deshalb gehen die Retter der Kreisstadt neue Wege via Videokonferenz. Auf diese „coronafreie“ Art der Kommunikation bleiben die Feuerwehrleute im „visuellen Raum“ für wichtige Angelegenheiten verbunden. Einsätze können nicht von zu Hause aus absolviert werden. Dafür sind Regeln geschaffen worden, um die Ansteckungsgefahr durch mögliche Covid-19-Infizierte zu minimieren. „Wer krank ist oder sich krank fühlt, bleibt ohnehin daheim“, sagt Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits. Krankheitsfälle oder Feuerwehrleute, die eine längere Zeit nicht einsatzbereit vor Ort sind, müssen sich bei der jeweiligen Einheitsführung melden.

Stärkemeldungen sind von den Einheitsführern über den Leiter der Feuerwehr an den Krisenstab des Kreises zu übermitteln, um zu sehen, ob die Löschgruppen oder Löschzüge noch einsatzbereit sind. Im Einsatz gelten bestimmte Regeln: So rückt das jeweilige Löschgruppenfahrzeug nur mit der Mindestbesatzung aus. Das bedeutet, dass auch Gruppenfahrzeuge (bis zu 9 Einsatzkräfte) nur mit einer Staffel (6 Einsatzkräfte, davon mindestens vier Atemschutzgeräteträger) ausrückt, erklärt Jürgen Schmits. Durch den Platz im Fahrzeug werde so mehr Abstand zwischen Kameraden gewonnen und sie haben annähernd die gleiche Schlagkraft. Weitere Feuerwehrleute folgen umgehend mit dem zweiten oder dritten Einsatzfahrzeug nach. 

Im Einsatz selbst werden die ohnehin schon geltenden Hygiene-Regeln nun noch strikter umgesetzt, wozu auch gründliches Händewaschen an der mobilen Waschstation des Feuerwehrfahrzeuges zählt. Mund-Nasen-Schutzmasken gehören inzwischen schon zur Ausrüstung, die bereits schon im Einsatz getragen wurden. Neu hinzugekommen ist die Desinfektion der Kontaktflächen in den Fahrzeugen nach jedem Einsatz.

„Die Zeit müssen wir uns anschließend nehmen“, sagt Jürgen Schmits. Bei allen Maßnahmen die getroffen werden, hält sich die Feuerwehr an die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI). Für fachmännische Unterstützung und Ratschläge stehen aber auch die Kollegen des Rettungsdienstes der Stadt Höxter unter der Leitung von Rettungswachenleiter Jürgen Schmits zur Verfügung. Sie selbst sind nämlich größtenteils auch freiwillig bei der Feuerwehr aktiv. Ist ein Einsatz beendet, werden die Feuerwehrmänner und -frauen sich wieder nach Hause oder an ihren Arbeitsplatz begeben. Kameradschaftliche Treffen oder Feuerwehr-Veranstaltungen sind in der Corona-Krise untersagt, ergänzt der Leiter der Feuerwehr Höxter. Das sei eine große Bestandsprobe für die Feuerwehrleute, die zum Teil auch privat miteinander befreundet seien, so Schmits. 

Desinfektion per Kaltnebel: Von der Firma DesTech aus Höxter (Desinfektionstechnik Höxter) ist ein Desinfektionsgerät erworben worden, das Einsatzfahrzeuge virenfrei bekommt. Schmits: „Wir werden diese neue Technik dazu nutzen, unsere Wagen virenfrei zu bekommen nach den Einsätzen.“ Das Gerät werde einfach in das Fahrzeug gestellt. Das schließt man die Türen und wartet etwa zehn Minuten ab. Das funktioniere automatisch und rückstandsfrei. „Das ist eine große Hilfe für uns“, so Schmits. Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits hofft, dass diese nie dagewesene Ausnahmesituation so schnell wie möglich endet ist und der Alltag auch bei der Feuerwehr wieder zurückkehrt. 

Foto: Thomas Kube:

Mittwoch, 01. April 2020 22:51 Uhr

Lüchtringen (red). Erneuter Einsatz für die Feuerwehr nach der Personensuche in der Weser: Gemeldet war eine eingeklemmte Person in einem landwirtschaftlichen Gerät. In der Allenbergstraße in Lüchtringen musste die Feuerwehr am Mittwochnachmittag gegen 14:45 Uhr erneut zu einem Einsatz ausrücken, bei dem es um eine Menschenrettung ging. Eine Person ist in der Allenbergstraße in Lüchtringen zwischen Trecker und Anhänger eingeklemmt worden. Wie es zu diesem Unfall gekommen ist, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt. Der schwer verletzte Patient ist bereits durch Ersthelfer aus der eingeklemmten Lage befreit worden, noch bevor die Feuerwehr am Einsatzort eintraf. Diese übernahm daraufhin die Sicherung des landwirtschaftlichen Gerätes und unterstützte den Rettungsdienst bei der Behandlung und dem Transport. Außerdem wurde die Sicherung der Straße für die Ladung eines Rettungshubschraubers übernommen. Neben acht Fahrzeugen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kam auch der Rettungshelikopter Christoph 13 aus Bielefeld zum Einsatz, der vor dem Feuerwehrhaus in Lüchtringen auf der Straße gelandet ist. Für die betroffene Familie hat die Feuerwehr einen Notfallseelsorger angefordert, wie sie berichtet. Nach dem Einsatz wurde im Gerätehaus Lüchtringen eine gemeinsame Nachbesprechung der am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute der Löschgruppe Lüchtringen durchgeführt, wie die Feuerwehr berichtet.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Mittwoch, 01. April 2020 22:50 Uhr

Höxter/Lüchtringen (red). Personensuche auf der Weser: Am Mittwochmorgen, den ersten April ist eine vermisste Person in Weser gesucht und gefunden worden. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber und zwei Feuerwehrboote zum Einsatz. Alarm für die Feuerwehr war gegen 10:30 Uhr. Die Wehrleute aus Höxter und Lüchtringen suchten unter der Leitung von Feuerwehrchef Jürgen Schmits und in Zusammenarbeit mit der Polizei die Weser zwischen Lüchtringen und Höxter ab. „Es wird eine Person vermisst und in der Weser vermutet“ hieß es in der ersten Meldung. Sie könne sich zwischen Lüchtringen und Höxter befinden. Ein Boot des Löschzuges Höxter suchte daraufhin den Uferbereich der Weser zwischen Corvey Hafen und Höxter Bootsanleger Kanuverein ab. Ein zweites Boot der Wehr aus Lüchtringen suchte zwischen Lüchtringen und dem Corveyer Hafen, während ein Polizeihubschrauber die Suchmaßnahmen aus der Luft unterstützte. Die vermisste Person konnte im Verlauf der Suchmaßnahmen dann etwa 150 Meter unterhalb der Weserbrücke Lüchtringen leblos aufgefunden werden. Bei der Bergung hat die Feuerwehr die Polizei unterstützt. Die Feuerwehr war mit sechs Einsatzfahrzeugen und zwei Booten aus Lüchtringen und Höxter im Einsatz. Der Einsatz war nach anderthalb Stunden beendet. Die näheren Umstände, warum sich die Person in der Weser befand, sind noch unklar.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Mittwoch, 01. April 2020 11:28 Uhr

Höxter (red). Im Rahmen einer Verkehrskontrolle am Dienstag, gegen 17:30 Uhr, wurde ein 58-jähriger mit seinem VW Passat auf der B 64 zwischen Höxter und Godelheim von einer Polizeistreife angehalten und kontrolliert. Dabei stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch bei dem Fahrzeugführer fest. Im Anschluss der Kontrolle entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe. Wegen des Verdachts einer Trunkenheitsfahrt wurde von den Beamten eine Strafanzeige gefertigt

Politik
Freitag, 27. März 2020 10:57 Uhr
Stadt Höxter verzichtet auf Elternbeiträge für Offene Ganztagsgrundschulen
Mittwoch, 25. März 2020 09:24 Uhr

Lauenförde/Würgassen (red). Gemeinsam mit der SPD-Lauenförde um Bürgermeister Werner Tyrasa, Daniela Wichmann und Klaus Rickmeier hat die SPD Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Dirk Reuter folgende Resolution auf den Weg gebracht:

Resolution zum geplanten Logistikzentrum für Atommüll in Würgassen: Mit großer Überraschung durften wir alle Anfang März erfahren, dass die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) plant, ab dem Jahr 2027 auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerkes in Würgassen schwach- und mittelradioaktiven Abfall aus ganz Deutschland zu sammeln und für den Transport in den Schacht Konrad bei Salzgitter zusammenzustellen.

Der Ort Würgassen befindet sich im Dreiländereck Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen und wir fragen uns, ob Niedersachsen mit Orten wie etwa Gorleben, dem Schacht Konrad oder der Asse nicht schon genug getroffen ist. Jetzt kommt noch die Planung für ein Zwischenlager dazu, welches direkt vor unserer Bundeslandsgrenze geschaffen werden soll. Diese Planung bedeutet darüber hinaus jede Menge Zugverkehr auf einer eingleisigen Strecke. Da die Züge zum Schacht Konrad geleitet werden sollen, rollen sie insgesamt 2 Stunden durch Niedersachsen. Dies ist für viele Menschen schlicht und einfach nicht mehr nachvollziehbar.

Hinzu kommt, dass wir uns in einer Region mit schlechter Verkehrsanbindung befinden. Die Bundes- und Landesstraßen sind im schlechten Zustand, Ortsumgehungen fehlen. Das würde für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landkreis Holzminden bedeuten, dass die Transporte direkt an ihrer Haustür vorbeiführen. Eine Autobahnanbindung zum Schacht Konrad ist mindestens 40 km entfernt. Die Einwohner im Landkreis Holzminden haben in der jüngeren Vergangenheit zwischen den Kraftwerken Grohnde und Würgassen genug gelitten und sehr viel Nachteile für das Gemeinwohl hinnehmen müssen.

Wir sind daher der Meinung, dass der Landkreis Holzminden sich aktiv gegen diese Planungen einsetzen muss und fordern im Kreistag zu beschließen, sich mit der gegründeten Bürgerinitiative zu solidarisieren. Darüber hinaus erwarten wir, dass der Landkreis die aus der Region gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten auffordert, gemeinsam mit den Abgeordneten der anderen beiden Bundesländer, die das Projekt betrifft, sich dafür einzusetzen, Möglichkeiten auszuloten wie das Projekt noch verhindert werden kann.

Foto: Kube

Donnerstag, 19. März 2020 10:46 Uhr

Höxter (red). Aufgrund des Corona-Virus hat die Stadt Höxter alle Rats- und Ausschusssitzungen bis zum 19. April abgesagt. Zum Erhalt der Handlungsfähigkeit können wichtige Entscheidungen auch als Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters mit einem Ratsmitglied gemäß der Gemeindeordnung erfolgen. Die Maßnahmen werden im Einzelfall auch mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen abgestimmt. Entscheidungen, die nicht dringend notwendig sind, werden auf spätere Sitzungen verschoben.

Wirtschaft
Dienstag, 31. März 2020 10:33 Uhr
Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg: Jobs in der Landwirtschaft - Jeder kann helfen"
Dienstag, 31. März 2020 10:04 Uhr

Bad Driburg/Höxter (red). Das Klinikum Weser-Egge ist für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus weiterhin gut gerüstet. Neben der bereits eingerichteten Isolationsstation im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter steht nun im St. Josef Hospital in Bad Driburg eine weitere Versorgungseinheit für Corona-Infizierte zur Verfügung.

"Aktuell ist die Lage in unseren Krankenhäusern entspannt, aber wir sind für andere Szenarien vorbereitet: Geplante Operationen haben wir weitestgehend verschoben und unsere Mitarbeiter sind geschult", sagt KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes in einer Pressemitteilung. Corona-Patienten sollen vornehmlich an den Standorten Bad Driburg und Höxter behandelt werden. Jostes: "Dort können wir eine bestmögliche intensivmedizinische Versorgung sicherstellen."

Für weitere "Eskalationsstufen" ist in einem so genannten Stufenkonzept der weitere Ausbau von Intensiv- und Beatmungsplätzen vorgesehen. "Auf Knopfdruck" könnten beispielsweise die Aufwachräume in Bad Driburg und Höxter für Intensivpatienten umgerüstet werden. 

Aktuell stehen am Klinikum Weser-Egge 42 Intensivbetten zur Verfügung. Darüber hinaus ist es möglich, die Zahl der Intensivplätze innerhalb eines Tages um mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Dafür sind auch zusätzliche Beatmungsgeräte geordert worden, die zum Teil schon eingetroffen sind. In einer extra eingerichteten Task-Force berät sich regelmäßig ein Experten-Team, um schnellstmöglich auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Montag, 30. März 2020 10:45 Uhr

NRW (red). In einem gemeinsamen Aufruf werben Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann für die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in der jetzt beginnenden Pflanz- und Erntezeit: "Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen fehlen in den kommenden Wochen in der Landwirtschaft Arbeitskräfte. Was jetzt nicht an Gemüse gepflanzt wird, kommt später auch nicht bei uns in die Regale und auf den Tisch. Bei einigen Sorten stehen in Kürze erste Erntearbeiten an. Hier ist eine breite Unterstützung und kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich. Tragen Sie mit dazu bei, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren."

Gezielt angesprochen sind zum Beispiel Personen, die sich Corona-bedingt derzeit in Kurzarbeit befinden, Asylbewerber und Geduldete, die arbeiten dürfen, sowie alle Interessierte, die in den kommenden Wochen mit einer Arbeit in der Landwirtschaft Geld verdienen und sich dabei für die Gesellschaft einsetzen möchten. Begleitend setzt sich Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene dafür ein, dass rechtliche Einschränkungen verringert werden und der kurzfristige Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft unbürokratisch möglich ist.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser appelliert: "Wir haben eine Lücke von etwa 45.000 dringend benötigten Erntehelferinnen und Erntehelfern. Ich rufe deshalb alle Bürgerinnen und Bürger mit freien Kapazitäten dazu auf, ihre Hilfe auf den Höfen anzubieten." Am 8. April beginnt für etwa 400 Betriebe in Nordrhein-Westfalen die offizielle Spargelsaison. Auf den Feldern beginnt bereits die Rhabarber-Ernte, Kartoffeln, Salate, Kohl oder Lauch müssen ausgepflanzt werden und auch die ersten Erdbeeren müssen in naher Zukunft geerntet werden. Von den Einreisesperren sind in Nordrhein-Westfalen rund 53.000 Saisonarbeitskräfte betroffen; 8.300 Arbeiterinnen und Arbeiter sind bereits auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen unterwegs.

Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration: "Wir brauchen jede helfende Hand. Deshalb sind Arbeitsverbote, die einen Teil der hier lebenden Asylbewerber und Geduldete treffen, grundsätzlich falsch und es ist unverantwortlich, dass der Bund diese Restriktionen auch nur einen Tag länger aufrechterhält. Der Bund muss sofort handeln - ansonsten soll er es den Ländern ermöglichen, dass wir selbst aktiv werden können." Es gehe dabei auch um ein gesamtgesellschaftliches Zeichen: Wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam die Lebensmittelproduktion in Deutschland unterstützten, sei das ein wichtiges Zeichen.

Auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, setzt sich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit dafür ein, möglichst viele Menschen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen: "Das Corona-Virus macht es auch der Landwirtschaft momentan sehr schwer. Die Landwirtschaft arbeitet jeden Tag für uns - jetzt hat sie unsere Unterstützung verdient! Es fehlen aber helfende Hände, vor allem weil Saisonkräfte aus dem europäischen Ausland nicht einreisen dürfen. Jeder, der hier mithelfen kann und möchte, sollte sich melden. Wir setzen auf eine möglichst große Resonanz!"

Es gibt inzwischen vielfältige Vermittler-Plattformen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Landwirtschaft mit Arbeits- und Hilfswilligen zusammenbringen. Das zentrale Portal des Bundes, das regionale Vermittlungen ermöglicht, ist die Internetplattform www.daslandhilft.de. Das Angebot ist für beide Seiten kostenlos. Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband sowie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband bieten Mitmachaktionen an, um zusätzliche Erntehelfer zu gewinnen.

Sport
Dienstag, 17. März 2020 08:58 Uhr
SV Germania Nörde und Schiedsrichtervereinigung Kreis Höxter trauern um Dietmar Feischen
Samstag, 14. März 2020 12:15 Uhr

Höxter (TKu). Aufgrund der sich immer weiter ausbreiteten Corona-Welle hat nun auch der Schützenverein Höxter drauf reagiert und das bevorstehende Pokalschießen der Vereine der Stadt Höxter am 20. März 2020 bis auf Weiteres abgesagt.

Das teilte Werner Manz vom Schützenverein Höxter am Donnerstagabend mit. Aufgeschoben sei aber nicht aufgehoben, das Schießen solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, teilt Werner Manz mit und verbleibt mit „sportlichen Grüßen“.

Die Veranstaltung der Schützengilde war in den vergangenen Jahren immer gut besucht im Höxteraner Schützenhaus, mehr als 1000 Menschen waren es allerdings nicht. Im Kampf gegen das Coronavirus drängen nun auch der Bund und die Länder darauf, „nicht notwendige“ Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern abzusagen. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagabend in Berlin. Der Schützenverein Höxter hat sich das zu Herzen genommen und umgehend reagiert.

Foto: Thomas Kube

Mittwoch, 11. März 2020 10:28 Uhr

Kreis Höxter (red). „Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der letzten Tage hat sich der Kreis-Fußball-Ausschuss dazu entschlossen, für das kommende Wochenende eine Generalabsage auf Kreisebene auszusprechen“, erklärte Dieter Attelmann am Mittwochmorgen. „Ich weise darauf hin, dass bei einer Generalabsage auch keine Freundschaftsspiele im Kreisgebiet durchgeführt werden dürfen“, so Attelmann abschließend.

 

Panorama
Mittwoch, 29. Januar 2020 10:57 Uhr
Junger Pianist aus Belgien zu Gast im Landgrafensaal
Mittwoch, 15. Januar 2020 11:57 Uhr

Paderborn (red). Die Polizei Paderborn ermittelt wegen eines Körperverletzungsdelikts auf der Riemekestraße in Paderborn, bei dem am Dienstagabend ein 13-jähriger Junge verletzt wurde. Gegen 19.30 Uhr entdeckte ein Polizeibeamter auf Streife an der Riemekestraße in Höhe der Erzberger Straße einen auf dem Gehweg liegenden Jungen. Ein anderer Junge (15) kümmerte sich schon um den Verletzten und hatte bereits dessen Mutter verständigt.

Der 13-Jährige hatte Schmerzen und brauchte ärztliche Hilfe, sodass der Polizist sofort den Rettungsdienst alarmierte. Laut Angaben des Verletzten wurde er an der Örtlichkeit von einem unbekannten Mann attackiert. Der Mann habe einige laute Worte gerufen und habe mehrfach auf ihn eingeschlagen, bis er am Boden lag. Dann sei der Täter in Richtung Rathenaustraße geflüchtet. Er soll etwa 60 Jahre alt sein und graue Haare haben. Der Mann habe eine Bierflasche dabei gehabt.

Mit einem Rettungswagen wurde der 13-Jährige zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht jetzt Passanten, die den Vorfall beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise an die Polizeidienststellen oder telefonisch unter der Rufnummer 05251/3060.

Mittwoch, 15. Januar 2020 11:07 Uhr

Bad Karlshafen (red). Musik aus der Gründungszeit Bad Karlshafens und davor ist am Sonntag, dem 26. Januar ab 11.15 Uhr im Rathauskonzert zu hören. Barocke Arien, begleitet von Cembalo und verschiedenen Blasinstrumenten stehen dann im passenden Ambiente des historischen Landgrafensaals auf dem Programm. Zu Gast sind Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Ehrhardt (Clarino, Chalumeau, Blockflöte) und Sabine Erdmann (Cembalo).

Die Werkfolge des Konzertes berücksichtigt bekannte Komponisten des Barock wie Alessandro Scarlatti und Georg Philipp Telemann, von Georg Friedrich Händel erklingt die Kantate „Venus und Adonis“ HWV 85. Weitere Stücke stammen von Hotteterre, Mancini, van Eyck und anderen.

Friederike Holzhausen legte ihr Konzertexamen in Leipzig ab und betreute an der dortigen Musikhochschule eine Gesangsklasse. Auftritte im Gewandhaus, der Kölner Philharmonie oder der Dresdener Frauenkirche sowie internationale Tourneen und Festivalauftritte sowie CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen zeigen ihre Expertise in der barocken Vokalmusik.  Die Cembalistin Sabine Erdmann ist als Continuo-Spielerin in zahlreichen Orchestern und Ensembles aktiv, ihre aktuelle CD mit der Flötistin Barbara Kortmann heißt „Inner Lights“. Susanne Ehrhardt ist eine ausgewiesene Spezialistin für Blockflöten und Klarinette. Über achtzehn Jahre leitet sie die Blockflötenklasse der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, 2007 erhielt sie eine Professur für Blockflöte, Klarinette und deren historische Vorläufer.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Termine der Bad Karlshafener Rathauskonzerte finden Sie auf der Internetseite der Musikschule Bad Karlshafen e.V.: www.musikschule-karlshafen.de

Foto: Stephan Röhl

 

Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr

Düsseldorf (red). Die Landesregierung untermauert ihr finanzielles Engagement für die jüdischen Gemeinden: 3,4 Millionen Euro werden in 2020 für „Neubaumaßnahmen nebst Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen“ bereitgestellt.

„Die finanzielle Förderung ist Ausdruck der Verbundenheit, die die Landesregierung zu den jüdischen Gemeinden unterhält. Wir freuen uns, dass heute jüdisches Leben mit neuen Gemeindezentren und Synagogen sichtbar in unserem Land vertreten ist und Heimat findet“, erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. „Die Unterstützung der jüdischen Gemeinden ist zugleich Ausdruck der Wertschätzung und Solidarität, die uns mit den jüdischen Verbänden verbindet.“ Über die Verteilung der Mittel untereinander entscheiden die Empfänger selbst. Sie müssen mittels eines Testats eines Wirtschaftsprüfers die korrekte Verwendung der Gelder belegen.

Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Koordinator für die Mittelverwendung, unterstreicht die Bedeutung der finanziellen Unterstützung: „Die Förderung durch das Land ist Ausdruck der Verbundenheit mit uns. Dafür sind wir dankbar, denn die Modernisierungen und Neubauten ermöglichen es, dem vielfältigen jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen erweiterte beziehungsweise neue Möglichkeiten zu eröffnen.“

Von Aachen bis Unna reicht die Liste der rund 40 Projekte. Konkret wurden beziehungsweise werden jüdische Gemeindezentren saniert und ausgebaut, aber auch der Umbau einer ehemaligen Kirche in eine Synagoge mit Gemeindezentrum gefördert.

Hintergrund

Die Unterstützung des jüdischen Glaubens hat Tradition. Bereits 1992 wurde zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Verbänden ein Vertrag geschlossen, mit dem sich das Land verpflichtet, die jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. 2017 wurde der fünfte Änderungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, dem Landesverband Jüdischer Gemeinden von Westfalen-Lippe, der Synagogen Gemeinde Köln sowie dem Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Seitdem stehen Mittel des Landes bereit, um jüdische Einrichtungen zu renovieren oder neu zu errichten. Der Förderbetrag erhöht sich jährlich bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages im Jahr 2028 um je 200.000 Euro bis zur Höchstfördersumme von fünf Millionen Euro. Unabhängig davon stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung weiterhin Mittel für die baulich-technischen Sicherungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen bereit.

Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

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