Samstag, 12. Januar 2019 08:34 Uhr

Im Forum Jacob Pins: Holocaust-Überlebender Louis Frankenberg berichtet über seine Zeit in Westerbork und Theresienstadt

Höxter (red). Louis Frankenberg, geboren 1936 in Alkmaar (Holland), ist ein Großneffe des beliebten Höxteraner Arztes Dr. Richard Frankenberg. Dessen Bruder, ebenfalls Louis Frankenberg, war nach Holland gegangen, und sein Sohn Hans Lion führte dort die große Buchhandlung seines Vaters in Alkmaar fort, bis diese nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen arisiert wurde. Hans Lion wurde mit seiner Frau, seiner Mutter und anderen Familienangehörigen 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet. Zuvor aber konnten sie ihre beiden Kinder Eva und Louis in Holland verstecken. Eva überlebte im Versteck.

Aber der damals siebenjährige Louis wurde entdeckt und sieben lange Monate im holländischen Durchgangslager Westerbork interniert, bis er von dort im September 1944 nach Theresienstadt deportiert wurde. Nur einem „Wunder“, wie er selbst sagt, verdankte er sein Leben, als er im Februar 1945 im Austausch gegen deutsche Soldaten in die Schweiz befreit wurde. Louis Frankenberg lebt heute in São Paulo Brasilien, aber immer wieder ist er in den vergangenen 20 Jahren nach Höxter gekommen, wo seine Vorfahren gelebt haben und das für ihn zu so etwas wie eine zweite Heimat geworden ist, wie er sagt. Deshalb kommt er auch jetzt wieder nach Höxter und wird am 15. Januar 2019 um 19.30 Uhr im Forum Jacob Pins über sein Leben, seine Haft in Westerbork und Theresienstadt und sein „wundersames Überleben“ berichten.

Foto: Forum Jacob Pins

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