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Sonntag, 24. Mai 2026 Mediadaten
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Kreis Höxter (red). Wie Kinderrechte zu einem gelingenden Aufwachsen beitragen und warum echte Partizipation dabei eine wichtige Rolle spielt, stand im Mittelpunkt eines Fachtages des Kreises Höxter. Rund 100 Fachkräfte aus dem pädagogischen Bereich folgten der Einladung zum 3. Fachtag der Koordinierungsstelle der kommunalen Präventionskette im Kreis Höxter. Unter dem Motto „Mit Kindern denken“ ging es um Schutz, Beteiligung und Stärkung von Kindern.

Kinderrechte und Beteiligung im Fokus

In Vorträgen und gemeinsamen Diskussionen setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit einer bedürfnisorientierten und partizipativen Pädagogik auseinander. Partizipation als Kinderrecht bedeutet, dass Kinder bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen, mitreden, ihre Meinung frei äußern und an Entscheidungen beteiligt werden dürfen.

„Dieses Recht ist in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgelegt“, machte Sandra Wegener, Teamleitung Prävention in der Abteilung Soziale Dienste des Kreises Höxter, zu Beginn des Fachtages deutlich.

Auch Landrat Michael Stickeln betonte in seiner Begrüßung die besondere Bedeutung von Partizipation. „Sie ist weit mehr als ein methodischer Ansatz. Sie ist ein Kinderrecht. Und sie ist zugleich ein entscheidender Schlüssel für wirksamen Kinderschutz. Denn wer Kinder beteiligt, nimmt sie ernst. Wer Macht reflektiert, schafft Vertrauen. Und wer beides zusammen denkt, stärkt Kinder nachhaltig.“ Dazu solle der Fachtag einen wichtigen Beitrag leisten.

Partizipation im pädagogischen Alltag

Einen wesentlichen Beitrag leistete Fachreferentin Ellen Foerst. Die Diplom-Sozialpädagogin und Logopädin hat sich auf bedürfnisorientierte Pädagogik spezialisiert. In ihrem Vortrag „Partizipation leben – Macht reflektieren – Kinder schützen“ erläuterte sie unter anderem, wie Beteiligung von Kindern im Alltag gelingen kann.

„Partizipation bedeutet, Kinder mitbestimmen zu lassen. Jedoch gibt es Situation, in denen Kinder Führung und Begleitung benötigen. Erwachsene sind in der Lage, Gefahren abzuschätzen – Kinder nicht“, so die Referentin. „Kinder sollten daher in und mit ihren Entscheidungen nicht allein gelassen werden.“

Zum Abschluss des Tages erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine kleine Überraschung. Jede und jeder bekam ein kleines Herz, das von Kita-Kindern aus dem Kreis Höxter liebevoll bemalt worden war. „Damit möchten wir ausdrücken, dass jeder dieser Menschen mit seiner fachlichen Arbeit die Seele und das Herz von Kindern berührt“, sagte Sandra Wegener vom Kreis Höxter.

Foto: Kreis Höxter

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